Kein Kind soll Weihnachten leer ausgehen
Weihnachten ist für viele Familien nicht nur schön, sondern auch teuer. Die „Wunscherfüller“ aus Wald-Michelbach setzen sich für bedürftige Kinder ein. Wie man sich beteiligen kann.
Was wäre Weihnachten ohne das Leuchten in den Augen der Kinder, wenn diese die liebevoll verpackten Päckchen unter dem Baum öffnen? Leider ist es manchen Familien aus verschiedenen Gründen nicht möglich, den Kindern ihren Weihnachtswunsch zu erfüllen. Da kommen die Wunscherfüller aus Wald-Michelbach ins Spiel, denn es gibt auch genug Menschen, die in solchen Fällen gern helfen würden.
Die Aktion soll beide Seiten zusammenbringen: „Wir sammeln auf der einen Seite die Wünsche der Kinder und auf der anderen Seite die Schenker, die Wünsche erfüllen möchten“, erklären die Initatiorinnen. Bereits zum fünften Mal organisieren die sechs Freundinnen Franziska Bauer, Alina Ulrich, Andrea Walter, Anke Wiegand, Bettina Michel und Jana Jäger die Aktion rund um Wald-Michelbach – und in jedem Jahr wurden es mehr Päckchen. Im Jahr 2023 lieferten sie 137 Geschenke aus.
Was steckt hinter der Wunscherfüller-Aktion?
Die Aktion wird bereits zum fünften Mal von Ehrenamtlichen organisiert. Sie „soll dazu beitragen, dass Weihnachten mit Freude, glücklichen Momenten und Kinderlachen verbunden wird“, erklären die Initiatorinnen. In der heutigen Zeit sei es in vielen Familien schwierig, die Wünsche der Kinder zu erfüllen, da bereits laufende Kosten den Großteil der Einnahmen auffressen, auch wenn es sich nur um kleine Wünsche wie eine Puppe, ein Spielzeugauto, ein Gesellschaftsspiel oder ein Paar Socken handelt. Die Idee der Freundinnen: Warum in der Ferne helfen, wenn vor Ort bereits so viel Hilfe benötigt und dankend angenommen wird?
Was ist das Ziel der Wunscherfüller-Aktion?
Ziel der Aktion ist es, an Weihnachten Wünsche in Familien zu erfüllen, die aufgrund von finanziellen Engpässen oder der familiären Situation nicht erfüllt werden können. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wer den Wunsch eines Kindes aufgibt oder der Empfänger des Geschenks ist. Wenn zum Beispiel die Großeltern ihrem Enkel gern etwas schenken würden, die kleine Rente dies jedoch nicht zulässt, können sie teilnehmen. Dasselbe gilt für Tanten, Onkel, Nachbarn oder Freunde.
Wie kann ich einen Weihnachtswunsch einreichen?
Wer sich etwas für ein Kind wünschen möchte, kann seinen „Wunschzettel“ bis zum 30. November entweder per E-Mail an die Adresse wuensche-erfuellen-fuer-kinder@web.de einreichen oder auf einem Zettel in die Box im Foyer des Rathauses Wald-Michelbach einwerfen. Benötigt werden Informationen zum Wunsch im Wert von 15 bis 20 Euro, der Name und das Alter des Kindes sowie die Adresse beziehungsweise der Ablageort. Die Informationen werden vertraulich behandelt. Die Namen der Kinder sowie der Schenker bleiben anonym; die Schenker erfahren lediglich den Wunsch sowie das Alter und das Geschlecht des Kindes.
Wie läuft die Aktion ab, wenn ich etwas schenken möchte?
Wer Kinderaugen zum Strahlen bringen und ein Geschenk besorgen möchte, wendet sich mit seinen Kontaktdaten ebenfalls bis zum 30. November per E-Mail an die Adresse wuensche-erfuellen-fuer-kinder@web.de. Die Schenker erfahren dann Anfang Dezember Wunsch sowie Alter und Geschlecht des Kindes. Bis zum 19. Dezember müssen die Geschenke besorgt, verpackt und im Rathaus Wald-Michelbach abgegeben werden. Die Geschenke sind neutral verpackt, sodass niemand weiß, dass die Wunscherfüller hinter dem Geschenk stecken.
Wie kommen die Päckchen zu den Kindern?
Die Initiatorinnen ordnen dann die Wünsche den entsprechenden Kindern zu und sorgen dafür, dass die Pakete ausgeliefert werden. „Wir garantieren, dass die Geschenke bis zum 23. Dezember verteilt sind, sodass am 24. Dezember jeder uns bekannte Wunsch erfüllt werden kann“, schreiben sie in ihrem Aufruf und ermutigen Familien, die Hilfe bei den Weihnachtsgeschenken brauchen, sich mit dem Weihnachtswunsch bei ihnen zu melden.