Weinheim

Der letzte Kerwecheck vor dem Start

„Es ist angerichtet!“ Dieser Satz, den der langjährige Hallensprecher der Eishockey-Adler, Udo Scholz, vor jedem Spiel verkündete, passte perfekt zu dem Gefühl, das am Donnerstagnachmittag in der Weinheimer Innenstadt an fast jeder Ecke spürbar war. Anders ausgedrückt: Möge die Kerwe beginnen!

Beim Kerwecheck-Rundgang machte Oberbürgermeister Manuel Just (Dritter von links) auch in der Straußwirtschaft EGO in der Schweizgasse Station. Foto: Carsten Propp
Beim Kerwecheck-Rundgang machte Oberbürgermeister Manuel Just (Dritter von links) auch in der Straußwirtschaft EGO in der Schweizgasse Station.

„Mein kleines Kerweherz hüpft. Ich bin ein bisschen aufgeregt“, erzählte eine Weinheimerin, die sich zum Probesitzen mit einer Freundin schon mal auf dem Marktplatz eingefunden hatte, und ihre Augen strahlten. Diese Vorfreude nahm auch Oberbürgermeister Manuel Just wahr, als er sich zusammen mit Marktmeisterin Tamara Metz, Ordnungsamtsleiter Markus Böhm und einigen Mitarbeitern zum letzten „Kerwecheck“ aufmachte.

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Im Schlosshof unterhielt sich Oberbürgermeister Manuel Just mit Michael Müller (links) vom MGV Sängervereinigung Germania Weinheim und Alexander Erg von der TSG Weinheim. Foto: Carsten Propp
Im Schlosshof unterhielt sich Oberbürgermeister Manuel Just mit Michael Müller (links) vom MGV Sängervereinigung Germania Weinheim und Alexander Erg von der TSG Weinheim.

Jubiläen bei MGV und TSG im Schlosshof

Im Schlosshof kam er schnell ins Gespräch mit Michael Müller vom MGV Sängervereinigung Germania Weinheim und Alexander Erg von der TSG Weinheim. So erfuhr er, dass deren Straußwirtschaft diesmal ein doppeltes Jubiläum feiert: Die Sänger sind zum 40. Mal im Schlosshof, zum zehnten Mal gemeinsam mit der TSG. Mit dem TSG-Seniorenfrühschoppen am Samstag um 14 Uhr und dem Konzert der Sänger am Sonntag um 11 Uhr nahm Just gleich zwei Einladungen entgegen.

Am Hutplatz gibt’s für Kerwebesucher eine „Kusshaltestelle“. Foto: Carsten Propp
Am Hutplatz gibt’s für Kerwebesucher eine „Kusshaltestelle“.

OB vom Lärmkonzept überzeugt

Es kamen weitere hinzu, als der Rathaus-Tross vorbei am Riesenrad und dem Marktplatz zum Hutplatz kam, der ein Geheimtipp für hungrige Kerwebesucher werden könnte. Dampfnudeln und Pfälzer Saumagen machen jedenfalls Appetit.

Die Kerwerutsche ins Gerberbachviertel darf auch in diesem Jahr nicht fehlen. Foto: Carsten Propp
Die Kerwerutsche ins Gerberbachviertel darf auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Von dort aus ging es direkt ins Gerberbachviertel, das wegen der Lärmdebatte der vergangenen Monate diesmal ganz besonders im Fokus steht. „Ich bin von unserem Konzept überzeugt“, betonte Just, fügte aber auch hinzu: „Ob es trägt, werden wir in den nächsten Tagen erfahren.“ Die Wirte, mit denem er ins Gespräch kam, signalisierten jedenfalls durchweg ihre Bereitschaft, den Lärmpegel im Blick zu behalten. So mancher hat sich extra ein Dezibel-Messgerät angeschafft. „Die Leute erwarten keine Disco, sie wollen sich an Kerwe ja auch unterhalten“, sah es Holger Schroth pragmatisch, der zusammen mit Lisa Hilbert die „Garage Biker Bar“ in der Schweizgasse betreibt. Ganz ähnlich sahen das Volker Glock, Martin Reismann, Claas Olehowsky und Jochen Neubauer, die gleich nebenan noch mit den Vorbereitungen für ihre Straußwirtschaft EGO beschäftigt waren.

Sperrzeiten im Blick

Die Stadt will den Lärmpegel am Wochenende auch kontinuierlich kontrollieren. Dass es diesmal ein paar weniger Straußwirtschaften im Gerberbachviertel gibt als im Vorjahr und die Zahl der Musikquellen beschränkt wurde, dürfte helfen. Wenn dann auch die Sperrzeiten einigermaßen eingehalten werden – um 1 Uhr ist Schluss mit Musik, um 2 Uhr Feierabend (am Sonntag jeweils eine Stunde früher) – und das Wetter mitspielt, dann sollte es klappen. Wie gesagt: „Es ist angerichtet!“ pro