Hirschberg

Sichtbares Zeichen für Demokratie und gegen Ausgrenzung setzen

Kundgebung: Arndt Weidler, Bernhard Götz und Dietmar Stamm organisieren Demonstration für den 25. Februar und suchen weitere Mitstreiter.

Wie hier in Weinheim (Mitte Januar), wollen auch die Hirschberger ein Zeichen für Demokratie und gegen Ausgrenzung setzen. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Wie hier in Weinheim (Mitte Januar), wollen auch die Hirschberger ein Zeichen für Demokratie und gegen Ausgrenzung setzen.

Dem einstigen GLH-Vorsitzenden und Gemeinderatskandidaten Arndt Weidler ist es in der jetzigen Zeit ganz wichtig, ein sichtbares Zeichen für Demokratie und gegen Ausgrenzung zu setzen. Doch allein will und kann der 55-Jährige dies nicht stemmen. Der Initiator der Kundgebung für den 25. Februar im Hof der Martin-Stöhr-Grundschule suchte sich weitere Unterstützer. Beim Zweiten Vorsitzenden des MGV, Bernhard Götz, sowie dem einstigen kommissarischen TVG-Vorsitzenden Dietmar Stamm wurde Weidler fündig: „Die zwei kenne ich gut und ich weiß, wie sie ticken“, sagt Weidler auf Nachfrage.

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Bürgermeister Gänshirt spricht

Am Wochenende haben die drei Initiatoren Nägel mit Köpfen gemacht. Die Kundgebung wurde beim Kreis angemeldet. „Bürgermeister Ralf Gänshirt hat die Fraktionssprecher vorab informiert. Er selbst wird ebenfalls an diesem Tag reden“, so viel konnte Weidler bereits verraten. Ansonsten stehen die drei Initiatoren noch ganz am Anfang der Planung.

Klar ist: Sie wollen ein Zeichen setzen, und dazu braucht es viele Hirschberger Vereine, Organisationen und Bürger, die mitmachen. Dementsprechend wurden alle angeschrieben, um diesen Aufruf „Für Demokratie und Bürgerrechte“ zu unterstützen. „Hilfe jeglicher Art ist willkommen. Neben einer Weiterleitung unseres Aufrufs an die Mitglieder des Vereins kann dies zum Beispiel der Auftritt einer Musikgruppe sein, ein Redebeitrag oder auch praktische Hilfe bei Technik, Aufbau und Durchführung“, heißt es in dem Schreiben. Wenn möglich sollte man sich bis zum 16. Februar telefonisch oder per E-Mail bei Arndt Weidler melden.

Die drei Hirschberger begründen ihre Initiative mit den Aktionen im ganzen Land: „Auch in vielen Orten in der Nachbarschaft finden derzeit Demonstrationen zur Unterstützung unserer Demokratie statt. In Ladenburg waren zuletzt beispielsweise mehr als 1300 Menschen auf dem Marktplatz. Wir finden es gut und wichtig, dass sich die deutsche Gesellschaft gegen rechtsextremistische Umtriebe abgrenzt.“

Kein Wahlkampf

Hirschberg halten die Initiatoren für eine lebendige Gemeinde mit einer lebendigen und starken demokratischen Tradition. Das lasse sich nicht nur an der hohen Beteiligung an demokratischen Wahlen auf allen Ebenen oder an der Vielzahl der Bürgerentscheide der letzten Jahre ablesen, sondern insbesondere auch an dem aktiven Beitrag so vieler ehrenamtlich in Vereinen und Initiativen dauerhaft engagierter Menschen, die „die Basis für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander in Hirschberg durch ihre tagtägliche Arbeit für unser Gemeinwesen legen“. „Wir Hirschberger suchen bei allen politischen Rivalitäten und unterschiedlichen Meinungen immer gemeinsame Lösungen in einem gesellschaftlichen Konsens. Zu diesem Konsens gehören die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz, die Achtung und der Schutz unserer freiheitlichen Grundrechte, die Wahrung der Bürgerrechte für alle in Deutschland lebenden Menschen und der Respekt der demokratischen Institutionen. In unseren Augen haben die AfD und andere rechtsextremistische Parteien diesen Konsens aufgekündigt und bekämpfen ihn aktiv“, schreibt Weidler.

Es gehe den Initiatoren nicht um Parteipolitik oder Wahlkampf, sondern um eine Veranstaltung, die von vielen Vereinen und Organisationen, vor allem aber von vielen Menschen getragen werde, ergänzt Weidler und hofft auf große Unterstützung.

Die Demonstration „Hirschberg für Demokratie und Bürgerrechte“ findet am Sonntag, 25. Februar, ab 15 Uhr im Hof der Martin-Stöhr-Grundschule statt.