Wegen Blitzeisvorhersagen: Distanzunterricht im Odenwald
Müssen Kinder bei amtlicher Extremwetterwarnung in die Schule? An einigen Schulen im Odenwald findet nach einer amtlichen Extremwetterwarnung an diesem Mittwoch Distanzunterricht statt.
Für die Bergstraße und den Odenwald sagt der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch, 17. Januar 2024, Glatteis, ja sogar Blitzeis, vorher. Die Schulen in Hessen reagieren und bieten für diesen Mittwoch die Möglichkeit des Distanzunterrichts an.
In folgenden Schulen findet am Mittwoch, den 17. Januar, Distanzunterricht statt:
- Weschnitztalschule Mörlenbach
- Dietrich-Bonhoeffer-Schule Rimbach
- Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach
- Eugen-Bachmannschule Wald-Michelbach
- Langenbergschule
- Heinrich-Böll-Schule
- Karl-Kübel-Schule
- Heinrich-Metzendorf-Schule
Die Schulen richten eine Notfallbetreuung für Schüler ein, die trotzdem in Präsenz erscheinen.
Das hessische Kultursministerium erklärt, dass Eltern im Falle einer solchen Extremwetterlage in eigenem Ermessen entscheiden könnten, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. Die Schule sei, genau wie bei einem Krankheitsfall auch, über den gewohnten Weg zu informieren. Auch in einer offiziellen Mitteilung des Landratsamtes Kreises Bergstraße heißt es, dass Landrat Christian Engelhardt zum Distanzunterricht rät, sofern die Schulen eine Betreuung gewährleisten können.
An der Martin-Luther-Schule in Rimbach ist aktuell trotz Extremwetterwarnung Präsenzunterricht geplant. Sollten Eltern aber entscheiden, dass ihre Kinder aufgrund der Wetterlage nicht zum Unterricht erscheinen können, sei ein Fernbleiben oder Zuspätkommen für diesen Mittwoch entschuldigt. Gleiches gilt natürlich auch für volljährige Schüler.
Präsenzunterricht in Baden-Württemberg
An Schulen in Baden-Württemberg wird nach Möglichkeit Präsenzunterricht durchgeführt. In einer offiziellen Pressemitteilung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg heißt es: „Ungeachtet eventueller Auswirkungen auf den Verkehr und den Schülertransport findet in Baden-Württemberg am Mittwoch, 17. Januar 2024, regulärer Unterricht statt.“ Schüler, die aber aufgrund des Ausfalls des öffentlichen Personennahverkehrs nicht oder verspätet zum Unterricht erscheinen können, seien entschuldigt, heißt es weiter.
Vorbereitung auf Verkehrschaos
Nicht nur die Schulen bereiten sich auf die bevorstehende Wetterlage vor. Beispielsweise die Gemeinde Fürth postet auf Facebook, dass der Bauhof sich bestmöglich vorbereite, die Ketten an vielen Fahrzeugen bereits aufgezogen seien und das Team des Bauhofs am Mittwoch so früh wie möglich im Einsatz sein wird.
Auch in einer Pressemitteilung des Kreises Bergstraße wird vor erheblichen Beeinträchtigungen im ÖPNV gewarnt. Die aktuelle Fahrplanauskunft des VRN sollte stets im Blick behalten werden.
Außerdem werden folgende Empfehlungen von Katwarn ausgesprochen:
- Aufenthalte im Freien und Fahrten unbedingt vermeiden
- auf erhebliche Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen einstellen
- Fahrweise anpassen
- möglichst volltanken
- Decken und warme Getränke mitführen
- auf Netzausfälle vorbereiten (Strom, Mobilfunk etc.)
- die Entwicklung der Gefährdungslage in Radio, Fernsehen oder Internet verfolgen
- Aufforderungen der Katastrophenschutz- und Zivilbehörden folgen