Musikszene

Weinheims musikalische Perlen: The Paraberries im StudioD

Cajón statt Schlagzeug, Westerngitarre statt E-Gitarre: Mit einem Akustik-Set begeisterten die Paraberries am vergangenen Dienstag einmal mehr das exklusive Publikum im StudioD der WN/OZ.

Nach fünf Jahren stehen die Musiker aus Weinheim erneut auf der StudioD-Bühne und begeistern mit poetischen Balladen, einzigartigen Stimmen und nostalgischen Klängen aus der Rock-Ära der 60er Jahre Foto: Thomas Rittelmann
Nach fünf Jahren stehen die Musiker aus Weinheim erneut auf der StudioD-Bühne und begeistern mit poetischen Balladen, einzigartigen Stimmen und nostalgischen Klängen aus der Rock-Ära der 60er Jahre

Die Band „The Paraberries“ feiert ihr Wiedersehen auf Weinheims kleinster Bühne StudioD. Vor fünf Jahren spielte die Band aus vier Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums schon mal auf dem rund 40 Quadratmeter großen Bereich in den Redaktionsräumen der Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung - Im Rahmen der ersten StudioD-Reihe. Dreißig Zuschauer, die ihre Konzertkarten im Losverfahren gewonnen hatten, erlebten damals den ersten öffentlichen Auftritt der vier Abiturienten, die sich „The Paraberries“ nannten – eine Kombination aus „Paradise“ und „Strawberries“.

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Schon damals ließen ihre einprägsamen Songs aufhorchen. Besonders beeindruckte der Sänger und Harpspieler Dominik Maciejewski, der mit seinen 17 Jahren über eine außergewöhnlich markante und voluminöse Stimme verfügte.

Rückkehr mit neuer Aufstellung

Jetzt, anlässlich des Revivals der StudioD-Reihe, kehrten „The Paraberries“ auf die kleine Bühne zurück und begeisterten erneut rund dreißig ausgeloste Zuschauer – quer durch alle Altersgruppen.

Allerdings ist von der ursprünglichen Besetzung nur noch Maciejewski übrig geblieben. Die anderen ehemaligen Bandmitglieder mussten die Musik wegen Studium und Beruf aufgeben. Doch Maciejewskis neue Kollegen, Gitarrist Marvin Rick, Schlagzeuger David Matuschek und Bassist Lars Hördt, ebenfalls ehemalige Heisenberg-Schüler, sind nicht minder talentiert.

Die vier Musiker kennen sich bereits seit der fünften Klasse, was ihren freundschaftlichen Umgang miteinander prägt. Ihre instrumentale Harmonie ist beeindruckend.

Charmant, stimmgewaltig und musikalisch sauber, Mit einem eigens für das StudioD eingeübten Akustik-Set begeistern sie ihr Publikum, wo sie sonst eher laute Töne erklingen lassen. Foto: Thomas Rittelmann
Charmant, stimmgewaltig und musikalisch sauber, Mit einem eigens für das StudioD eingeübten Akustik-Set begeistern sie ihr Publikum, wo sie sonst eher laute Töne erklingen lassen.

Stimme auf hohem Niveau

Dominik Maciejewski, der inzwischen seinen Master absolviert hat, hat sich äußerlich und musikalisch weiterentwickelt. Seine ehemals schulterlangen Haare sind Geschichte, und seine kraftvolle Ausnahmestimme beeindruckt mit einem breiten Spektrum bis hin zum Falsett.

Auch sein Spiel auf der Bluesharp wirkt noch professioneller. Bereits beim ersten Song des Abends, „Love Me“, präsentierte Maciejewski ein Bluesfeuerwerk der Extraklasse. Dieser Titel, wie fast alle Stücke der Band, stammt aus seiner Feder.

Songs mit Tiefgang

Maciejewskis Songwriting entsteht oft aus Alltagssituationen oder Zufallsbegegnungen. So erklang an diesem Abend auch „See Your Face“. Obwohl der Song weniger rockig als gewohnt wirkte, tat dies seinem Reiz keinen Abbruch. Die Wohnzimmeratmosphäre im StudioD inspirierte die Band zu einem Akustik-Setup. Schlagzeuger David Matuschek nutzte eine platzsparende Cajón, während Hördt die rhythmische Basis hielt.

Ein emotionaler Höhepunkt war der Song „Tales“, den Dominik Maciejewski gemeinsam mit Marvin Rick schrieb. Die beiden Musiker trugen diesen Titel im Duett vor, wobei ihre stimmlichen Kontraste und die melodischen Passagen besonders berührten.

Geschichten, die Songs schreiben

Maciejewski liebt es, Songs anzusagen und die dazugehörigen Geschichten zu erzählen. Dabei überzeugt er mit Humor und Charme. So entstand „Queen Of Cool“ nach einer Begegnung bei einer Session in Frankfurt, während gestohlenes Bier die Inspiration für „Backstage“ lieferte.

An diesem Abend feierten die neuen Songs „Backstage“, „Christs Own“ und „Queen Of Cool“ ihre Premiere. Dominik Maciejewski betonte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir sind keine Partyband und können nicht mit Coversongs dienen.“

Wie alle Artists vor ihnen, durften auch die Paraberries (erneut) auf der Wand unterschreiben. Foto: Sigrid Koch
Wie alle Artists vor ihnen, durften auch die Paraberries (erneut) auf der Wand unterschreiben.

Begeistertes Publikum

Das Publikum im StudioD würdigte die anspruchsvollen, poetischen Balladen und die facettenreichen Arrangements der Band mit lang anhaltendem Applaus und Begeisterungsrufen.

Konzerte in den Redaktionsräumen der Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung finden regelmäßig statt. Die Tickets dafür kann man nur gewinnen. Das nächste Gewinnspiel beginnt Anfang Februar 2025. Dann gibt es erneut die Chance auf einen exklusiven Platz auf der Gästeliste des StudioD. Es spielt das Duo "TunesDay".