Andre Roth hilft bei der SG Wald-Michelbach vorübergehend aus
Die SG Wald-Michelbach hat einen Wunschkandidaten als Trainer, doch am Donnerstag kommt schon der FC Fürth zum Nachholspiel. Das sagt Abteilungsleiter Dimitri Loenko zur aktuellen Situation.
Wald-Michelbach. Nach dem Rücktritt von Nico Garotti und Andreas Lerchl am vergangenen Sonntag ist die SG Wald-Michelbach auf Trainersuche. Dabei ist der Fußball-Gruppenligist mit seiner „absoluten Wunschlösung“, so Abteilungsleiter Dimitri Loenko, in einem guten Gespräch – Vollzug ist jedoch noch nicht zu vermelden. Während Loenko den Namen des Wunschkandidaten nicht verraten wollte, konnte er einen Namen verneinen. „Mit Dalio Memic haben wir noch nicht gesprochen“, sagte Loenko. Vor kurzem hatte sich Verbandsligist SV Unter-Flockenbach von Memic getrennt, der früher selbst schon in Wald-Michelbach – allerdings bei der Eintracht – gespielt hat.
In dieser Woche leitet der 32-jährige Andre Roth, der sich aus der sportlichen Leitung der SGW etwas zurückgezogen hatte, das Training und wird am Donnerstag (19.30 Uhr) im Nachholspiel zu Hause gegen den FC Fürth auch auf der Bank sitzen. „Möglicherweise auch am Sonntag zu Hause gegen Viktoria Griesheim“, sagt der Abteilungsleiter, dessen Mannschaft ausgerechnet in der jetzigen Situation noch zwei englische Wochen zu bestreiten hat. Am kommenden Mittwoch kommt der SV Groß-Bieberau, samstags geht es nach Bensheim zum Winzerfest-Spiel und dann wartet unter der Woche das Pokalspiel beim VfR Fehlheim. „Da kommt man nicht zum Verschnaufen“, weiß Loenko, dass die nächste Zeit anstrengend wird.
Immerhin hat die SGW mit Andre Roth jetzt eine gute Interimslösung gefunden, die dem Verein aushilft. Jannik Oberle, der bereits das Training leitete, als Garotti und Lerchl wegen ihres Trainer-B-Scheins verhindert waren, wird als Spieler gebraucht, sagt Loenko: „Wir wollten zudem jemanden mit etwas Abstand, der von außen draufschauen kann.“ Roth war bis vor anderthalb Jahren noch selbst aktiv, er kennt die meisten Spieler und das Spielsystem und hat auch in jüngster Zeit Heimspiele gesehen.
Nach dem 0:8-Debakel in Ginsheim wird es für die Wald-Michelbacher wichtig sein, so Loenko, wieder mit Selbstvertrauen und breiter Brust aufzutreten. „Wir müssen den Negativtrend stoppen. Dass wir es können, haben wir ja beim Heimsieg gegen Altheim gezeigt“, sagt der Abteilungsleiter. Gleichwohl ist der FC Fürth ein sehr schwerer Gegner, der mit einem Auswärtssieg zu Platz drei aufschließen würde. „Ich zähle die Mannschaft zu den Top drei der Liga“, sagt Loenko, der selbst mit dem ehemaligen Eintracht-Trainer Ralf Ripperger ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Dass der Fürther Coach nach sieben Jahren in Wald-Michelbach in die Heimkabine läuft, befürchtet Loenko nicht: „Ralf findet schon den Weg. Er hatte bei der Ortsmeisterschaft oder im Pokal ja auch schon Auswärtsspiele“, sagt Loenko und lacht.
An alter Wirkungsstätte
Noch einer an alter Wirkungsstätte ist Fürths Neuzugang Jan Gebhardt, der viele Jahre für die ETW stürmte. Wenn der Doppeltorschütze des FC am vergangenen Sonntag in Altheim zusammen mit Andreas Adamek und Ole Gärtner im Sturm ernst macht, dann müssen sich die Wald-Michelbacher, die in drei Spielen schon 20 Gegentore kassierten, warm anziehen. „Wir müssten eigentlich einen Bus vor dem Tor parken, was wir aber nicht können, weil das einfach nicht unser Spiel ist“, sagt der Abteilungsleiter und hofft, dass seine Mannschaft den Gegner so gut es geht vom Tor fernhalten kann. Immerhin kehren Kapitän Jonas Ripper und Philip Trares nach überstandener Krankheit ins Team zurück. Dafür meldete sich Fabio Sattler krank und Yannic Beisel ist im Urlaub. beg