Fußball

Die gute Arbeitder TG Trösel spricht sich herum

Die TG Jahn Trösel will einen weiteren Schritt nach vorn machen, sieht sich aber nicht als Geheimfavorit in der Fußball-Kreisliga A.

Mathieu Knapp (rechts) besiegte mit Trösel auch den Meister FC Ober-Abtsteinach. In Heimspielen ist die TG Jahn eine Macht.    Bild: Fritz Kopetzky Foto: ZIP Import
Mathieu Knapp (rechts) besiegte mit Trösel auch den Meister FC Ober-Abtsteinach. In Heimspielen ist die TG Jahn eine Macht. Bild: Fritz Kopetzky

Im kommenden Jahr feiert die TG Jahn Trösel ihr 100-jähriges Jubiläum – und von den Konkurrenten in der Fußball-Kreisliga A gibt es zumindest ein paar, die den Talemern dann zutrauen, wieder in der Kreisoberliga zu spielen. Die Tröseler also ein Geheimfavorit? Das sehen die Blau-Gelben nicht so. Der Sportliche Leiter Toni Gianforcaro nimmt das Wort vom Aufstieg natürlich nicht in den Mund, sagt aber: „Wir freuen uns schon riesig auf das Jubiläum. Da können die jungen Generationen mal staunen, was alles auf die Beine gestellt wurde.“ Immerhin spielten die Tröseler in der damaligen Bezirksliga Darmstadt und waren lange Zeit ein festes Inventar in der heutigen Kreisoberliga.

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Die Tröseler haben sich nicht nur mit den beiden Offensivspielern Rober Jarosch und Tizian Tomczyk gut verstärkt. Aschbachs Trainer Thomas Baucsek schmerzt der Abgang der beiden torgefährlichen Spieler, die im Gorxheimer Tal aber Wurzeln haben. TG-Trainer Uwe Engert kann in seinem immerhin schon sechsten Jahr auf ein eingespieltes Team bauen, das gerade in Heimspielen – nicht zuletzt mit der Unterstützung der vielen Zuschauer – auch in der Vergangenheit schon den Favoriten das Leben schwer machen kann.

Platz acht verbessern

In der vergangenen Runde wurde die TG Jahn Achter. „Wir sind vor der Saison realistisch gewesen und haben mit einem einstelligen Tabellenplatz im Mittelfeld gerechnet, das ist so eingetroffen – wir befinden uns immer noch im Umbruch und haben absolut keinen Druck“, sagt Gianforcaro, der sich die Arbeit mit Christian Wolk, der für das Passwesen und Verbandsthemen zuständig ist, teilt. Dem Tröseler Kompetenzteam gehören des Weiteren Jürgen Möller, Max Weidenthaler, Achim Scheidel und Andre Bihn an. Als Betreuer fungieren Markus Schreck, Jürgen Kühnel und Lukas Ullmer. Torwarttrainer sind Jürgen Kühnel und neuerdings auch Niko George. Co-Spielertrainer in der ersten Mannschaft bleibt Co-Trainer Sascha Gerhardt, der voll eingeschlagen hat und auch acht Tore erzielte.

Der Sportliche Leiter lobt die schnelle und gute Integration der Neuzugänge. Und auch in diesem Sommer gibt es wieder einige neue Spieler einzugliedern. Rober Jarosch ist dabei ein echter Talemer Junge, Tizian Tomczyk spielte bereits in der Jugend für die JSG Trösel/Unter-Flockenbach. „Die zwei wollen mit ihren Freunden zusammen Fußball spielen. Unsere Arbeit mit den jungen Spielern spricht sich herum, die Jungs empfehlen uns, weil sie zufrieden sind“, sagt Gianforcaro. Steffen Rabsch (TSV Gras-Ellenbach), Iven Rene Micklitz (SV Rippenweier), Lukas Somberg und Julius Balzer (TSG Lützelsachsen), Timo Ginader, Christian Dobre und Lucas Sturm (eigene Jugend) sowie Florian Lammer (vereinslos) stoßen ebenfalls zur Mannschaft hinzu. Dafür gibt es aber auch mit Yannick Schmitt und Matheus da Silva, die beide zum Kreisoberliga-Aufsteiger FC Ober-Abtsteinach gewechselt sind, zwei Abgänge. Max Weidenthaler und Fabian Bauer wollen nur noch standby sein, wobei sich Weidenthaler dem Kompetenzteam angeschlossen hat.

Kader nochmals verjüngt

„Wir müssen unsere gute Arbeit im Verein fortsetzen. Wir haben im Gesamtkader einen Altersdurchschnitt von etwa 24 Jahren und somit den Kader nochmals verjüngt. Das ist positiv, aber die Jungs benötigen auch Zeit und Spielpraxis, und das bekommen sie auch bei uns“, sagt Gianforcaro.

In der A-Klasse seien viele andere Mannschaften schon weiter entwickelt und zählen deshalb zum Favoritenkreis, meint der Sportliche Leiter. Topfavorit seien der Vorjahresdritte VfR Fehlheim II und Absteiger SV Lörzenbach. „Wir sehen uns nicht in der Pflicht, oben mitzuspielen. Aber wir spielen Woche für Woche, um das Maximale herauszuholen. Daher möchten wir den Mittelfeldplatz aus der Saison 22/23 verbessern“, gibt der Sportliche Leiter als Ziel aus.

Dafür müssen die Tröseler aus Fehlern schneller lernen – unabhängig, ob im Trainings- oder Spielbetrieb. Und natürlich gilt es, die Auswärtsbeute zu verbessern, denn da holten die Tröseler nur neun Punkte in 14 Spielen.

Zu Hause gab es dagegen satte 28 Punkte, womit die TG Jahn auf Platz fünf der Heimtabelle liegt. Daheim besiegten die Tröseler auch Meister FC Ober-Abtsteinach mit 5:1 sowie VfR Fehlheim (3:1) und SV/BSC Mörlenbach (5:3) – allesamt Spitzenmannschaften, die verspüren mussten, wie schwer es am Daumberg sein kann, wenn die Tröseler loslegen. Am ersten Spieltag am 6. August muss die TG Jahn zum SC Rodau, dann kommt schon Mörlenbach zum ersten Heimspiel.

Immer viele Zuschauer

„Egal ob Spieler der ersten Mannschaft oder 1b-Mannschaft, alle Spieler sind bei uns gleich wichtig. Das ist unsere Philosophie. Im Schnitt haben wir 120 bis 150 Zuschauer. Unser Verein ist ein Treffpunkt für Jung und Alt und verbindet alle Gemeindemitglieder. So macht das Fußballspielen vor toller Kulisse umso mehr Spaß“, sagt der Sportliche Leiter. Die TG Jahn hat insgesamt 660 Mitglieder.

Die zweite Mannschaft spielt in der Kreisliga D und wird von Eduard Schneider sowie Co-Spielertrainer Salvatore Onorato betreut. Nachdem die Tröseler Reserve in der vergangenen Saison nur Sechster wurde, aber davor zweimal als Dritter sogar um den Aufstieg mitspielte, soll wieder vorne angegriffen werden.