FSV Rimbach empfängt den SV Lörzenbach zum Derby und Spitzenspiel
„Die Teams haben sich eine große Kulisse am Sonntag verdient", befinden die beiden Trainer vor dem Topspiel der A-Liga zwischen dem Zweiten und dem Dritten.
Es ist das Topspiel der Fußball-A-Liga und dazu ein Weschnitztal-Nachbarschaftsderby: Am Sonntag, 15 Uhr, empfängt der Zweite FSV Rimbach den Dritten SV Lörzenbach. Beide Trainer, Marcel Reibold (FSV) und Ron Hachenberger (SVL), sind sich einig: „Die Teams haben sich eine große Kulisse am Sonntag verdient.“
Das ist auch an den gezeigten Leistungen und erzielten Ergebnissen der vergangenen Wochen abzulesen. Denn es ist nicht selbstverständlich, Woche für Woche Punkte einzufahren und somit am Tabellenführer SG Lindenfels/Winterkasten dranzubleiben. Reibold formuliert es so: „Meine Mannschaft hat sich solch ein Highlight-Spiel absolut verdient, weil sie in den letzten Wochen und Monaten super gearbeitet und immer an sich geglaubt hat.“
Der gegenseitige Respekt ist groß
Groß ist natürlich sein Respekt vor dem Gegner, den er für das am besten besetzte Team der Liga hält. Das Hinspiel hatte Rimbach nach langer 2:0-Führung auf fremdem Platz noch mit 2:3 verloren. In den letzten zehn Minuten schlugen Sebastian Kneißl (zweimal) und Niko Kilian zu.
Wichtig für Reibold ist es nun vor allem, die Lörzenbacher Topspieler in der Offensive in den Griff zu bekommen. Fehlen werden auf Rimbacher Seite Marcus Schwarz, Simon Hechler und der weiterhin verletzte Farhan Mohammad. Fraglich ist der Einsatz von Hüseyin Sönmez. Reibold: „Ich will nicht jammern. Die Truppe ist auch so gut genug, um gegen Lörzenbach zu bestehen. Wir gehen das Spiel mit totaler Vorfreude und ohne jeglichen Druck an. Wir können nur gewinnen.“
Auch Lörzenbachs Trainer Ron Hachenberger hat nach dem jüngsten Punktverlust im Heimspiel gegen den SV/BSC Mörlenbach (2:2) von vielen verletzten und angeschlagenen Spielern zu berichten, von denen er hofft, dass einige bis zum Wochenende zurückkehren. Seine salomonische Voraussage dazu lautet: „Rimbach steht in der Tabelle vor uns. Es wird ein schwieriges Spiel. Wir werden wie immer alles reinwerfen und nehmen es, wie es kommt. Irgendetwas Zählbares wäre schön.“
SV/BSC Mörlenbach - SG Auerbach/Bensheim II (Sonntag, 15 Uhr)
Der Punktgewinn beim SV Lörzenbach war genau genommen der erste Punktverlust des SV/BSC auf fremdem Platz in dieser Saison. Bis dato wurden alle zehn Auswärtsspiele der Mannschaft von Spielertrainer Riza Aydogan siegreich gestaltet. Mit großem Aufwand, Kraft und Laufbereitschaft, so resümiert Aydogan, wurde der Punktgewinn erreicht und damit der Kontakt zur Spitze nicht verloren. Jetzt soll dieser Punkt mit einem Heimsieg gegen die SG Auerbach/Bensheim II vergoldet werden.
Den Heimkomplex hat der SV/BSC schon am vorletzten Spieltag gegen die SG Nordheim/Wattenheim abgelegt. Dazu sagt Aydogan: „Ich spüre, dass meine Jungs auf das letzte Drittel der Saison brennen. Wir wollen es besser machen als letzte Saison. Die Punkte müssen am Sonntag in Mörlenbach bleiben. Hierzu stehen mir alle Spieler vom letzten Spieltag zur Verfügung.“
VfR Bürstadt - TG Jahn Trösel (Sonntag, 15 Uhr)
Nach einem jeweils spielfreien Spieltag greifen der VfR Bürstadt und die TG Jahn Trösel wieder ins Geschehen ein. Die Bilanz der TG Jahn vor und nach der Winterpause kann sich durchaus sehen lassen, insbesondere das Unentschieden beim VfR Fehlheim II war aller Ehren wert. Bürstadt dagegen ist streng genommen noch immer nicht bar jeglicher Sorgen. Trösels Sprecher Tonino Gianforcaro hat dennoch festgestellt, dass der VfR an guten Tagen zu Hause jeden Gegner schlagen kann.
Deshalb sei für die TG Jahn bei allen Vorschusslorbeeren, auch nach dem 5:0-Hinspielsieg, Vorsicht geboten. Gianforcaro: „Daher muss die Einstellung zum Gegner passen. Wir werden Bürstadt nicht unterschätzen und geschlossen arbeiten, um das Maximum mitzunehmen.“ Dazu steht auch Mika Dunemann wieder zur Verfügung.
VfR Fehlheim II - TSV Aschbach (Sonntag, 13 Uhr)
Fehlheim II will es noch einmal wissen. Das hat Trainer Marco John schon vor Wochen angedeutet. Auch im letzten Jahr hat die Reserve des Verbandsligisten einen fulminanten Endspurt hingelegt. Die letzten Ergebnisse (auch das 5:0 in Gadernheim) geben ihm recht. Aschbachs Trainer Thomas Baucsek weiß nur zu gut, was auf sein Team in Fehlheim zukommt. Im Hinspiel hat der VfR II – damals stark besetzt – beim 6:1 in Aschbach seine Stärken eindrucksvoll demonstriert.
Auswärts tritt der TSV aber zumeist stärker auf. Zudem hoffen Sprecher Bruno Bihn und Baucsek, dass der TSV an die gute Leistung vom Spiel gegen den ISC Fürth (6:1) anknüpfen kann. Insbesondere Marius Strauch und Flo Wagner ließen aufhorchen. Sie sollen das Spiel – unterstützt von Routinier Carsten Weihrauch – auch in Fehlheim lenken. Bihn hätte zudem nichts dagegen, wenn Baucsek selbst mal wieder auflaufen würde, um der Mannschaft Sicherheit zu geben: „Überraschungen sind stets möglich.“