Handball

HSG Weschnitztal kann schon am Samstag alles klarmachen

Der Primus der Verbandsliga peilt beim TSV Buchen einen Sieg zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft an. Trainer Marcus Gutsche weiß genau, worauf es ankommt.

Trainer Marcus Gutsche und die Spieler der HSG Weschnitztal wollen am Samstag „die Ziellinie überschreiten“ und die Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga perfekt machen. Foto: Fritz Kopetzky
Trainer Marcus Gutsche und die Spieler der HSG Weschnitztal wollen am Samstag „die Ziellinie überschreiten“ und die Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga perfekt machen.

Es ist angerichtet: Mit zwei Bussen setzt sich der Tross der HSG Weschnitztal am Samstagnachmittag, 6. April, in Bewegung, beim TSV Buchen sollen die letzten fehlenden Punkte zur vorzeitigen Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga geholt werden – damit anschließend aus den Reisebussen Partybusse werden.

„Wir wollen die Ziellinie überschreiten. Da gibt es keine andere Meinung. Wir wollen jetzt die Meisterschaft klarmachen“, unterstreicht Trainer Marcus Gutsche vor der Partie am Samstagabend (20 Uhr). Und er kann sich sicher sein: Aus dem Weschnitztal wird eine große Fanschar dabei sein, um diesen denkwürdigen Erfolg und den Aufstieg in die Badenliga zu feiern.

Viele Anhänger werden in den Bussen dabei sein, viele weitere organisieren Fahrgemeinschaften, um den Moment des Titelgewinns zu erleben.

"Das Wichtigste ist für uns, dass wir die richtige Mischung aus Spannung und Lockerheit hinbekommen. Aber ich bin mir sicher, dass die Jungs das schaffen." (Marcus Gutsche, Trainer)

„Das Wichtigste ist für uns, dass wir die richtige Mischung aus Spannung und Lockerheit hinbekommen. Aber ich bin mir sicher, dass die Jungs das schaffen“, so Gutsche. „Wenn wir eine ähnliche Leistung wie zuletzt gegen Walzbachtal an den Tag legen, dann wird nichts anbrennen“, war für den Coach der 39:35-Sieg im Spitzenspiel schon meisterlich. „Jetzt wollen wir das noch vergolden.“

Nur Wiegands Einsatz ist fraglich

Personell sieht es bei den Weschnitztälern ganz gut aus, niemand will sich dieses große Spiel entgehen lassen. Einzig hinter Markus Wiegand steht noch ein kleines Fragezeichen. „Er ist angeschlagen, konnte nicht trainieren, aber bis zum Samstag sollte das schon passen“, meint Gutsche.

Im Hinspiel fertigte die HSG den TSV Buchen mit 32:20 ab und als Drittletzter benötigen die Gastgeber noch ein paar Punkte zum Klassenerhalt, weshalb man bei Weschnitztal durchaus Respekt vor der Aufgabe hat. „Das gehört dazu und ist immer gefordert. Aber es ändert nichts an unserer Zielsetzung: Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, unterstreicht Marcus Gutsche.

Schwere Hürde für die HSG II

Ganz anders ist die Ausgangslage bei der HSG II, die als Schlusslicht der Bezirksliga 1 am Samstagabend um 19.30 Uhr beim Liga-Zweiten TV Edingen ran muss. Unterstützung aus der ersten Mannschaft ist dabei nicht zu erwarten. „Die Spieler sollen natürlich mit nach Buchen fahren. Das darf man ihnen nicht nehmen“, so HSG-II-Spieler und Vorstandsmitglied David Wieder, der zudem davon ausgeht, dass man den Fokus im Abstiegskampf auf andere Partien legen sollte. „Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel bei einem sehr spielstarken Gegner“, hat er Respekt vor Edingen.

Im Hinspiel unterlagen die Odenwälder mit 29:39 – und das, obwohl sie eine ihrer besten Partien ablieferten. „Auch wenn die Rollen klar verteilt scheinen, werden wir uns auf keinen Fall verstecken“, verspricht Wieder. „Jede Partie muss erst einmal gespielt werden und in den letzten Wochen zeigten wir eine aufsteigende Leistungskurve“, hofft er, dass in den verbleibenden fünf Partien noch genügend Punkte geholt werden können, um den zweiten Abstieg in Folge zu vermeiden.

Ein zumindest achtbares Ergebnis gegen Edingen wäre schon alleine für das Selbstvertrauen der HSG-Akteure wichtig.