Kreisliga A: Der TSV Aschbach hat zwei neue alte Zugpferde
Der FSV Rimbach kassiert die erste Niederlage in der Kreisliga A – um ein Tor zu hoch. Trösel landet den erhofften Kantersieg und die Mörlenbacher können es doch zu Hause.
Mit einem anderen, sozusagen „alten TSV Aschbach“ hatte es der FSV Rimbach zu tun gehabt. Der FSV verlor um mindestens ein Tor zu hoch mit 1:4 und musste somit seine erste Saisonniederlage in der Fußball-Kreisliga A überhaupt hinnehmen. In der Beurteilung waren sich Rimbachs Sprecher Roland Rettig und Aschbachs Sprecher Bruno Bihn einig: „Rimbach hat nicht schlecht gespielt und auch etwas Pech bei den Chancen gehabt. Doch letztendlich geht der Sieg der Aschbacher in Ordnung.“
Pech hatten die Rimbacher bei zwei Lattentreffern beim Stand von 1:3 durch Ermin Karadolami und von Felix Plücker. Dagegen kratzte beim Stand von 1:2 Marcus Schwarz einen Schuss von Carsten Weihrauch (TSV) noch von der Linie. Carsten Weihrauch, der Routinier, war es dann auch, der im Zusammenspiel mit Jan Schörling (dem Rückkehrer und anderen Routinier) für das vorentscheidende 1:3 nach einem blitzsauber herausgespielten Konter sorgte. Für Rimbach fing es verheißungsvoll an. Torwart Jahn Pfeifer schoss Patrick Feller an, und von ihm sprang der Ball zum 1:0 ins Tor. Nach der Trinkpause ging ein Ruck durch das Aschbacher Team: Tim Walz köpfte nach einer Ecke zum 1:1-Ausgleich ein. Noch vor der Halbzeitpause erhöhte Abdurahman Darwish mit einem Traumtor zum 1:2. Das besagte Kontertor von Carsten Weihrauch war das 1:3. Und ähnlich ging es auch beim 1:4 durch Nick Weihrauch zu. Hier war Miguel Ferreira der Mitspieler und Vorbereiter. Fazit Bihn: „Zwei erfahrene Zugpferde haben heute die jungen Spieler mitgezogen.“
FSV Rimbach: J. Blümle; Schwarz, S. Alter, Plücker, Sönmez, Leon Schimunek, Spies, Feller, Mohammed, S. Hechler, Kohl; eingewechselt: R. Hechler (40.), Karadolami (46.), Sanchez (73.).
TSV Aschbach: J. Pfeifer; C. Weihrauch, Walz, D. Bräse, Fl. Wagner, Strauch, Schörling, Möst, Jäger, Darwish, Helfrich; eingewechselt: Raabe (25.), Ferreira (69.), N. Weihrauch (84.).
Tore: 1:0 Feller (8.), 1:1 Walz (32.), 1:2 Darwish (43.), 1:3 C. Weihrauch (66.), 1:4 N. Weihrauch (90 + 4).
Zuschauer: 150. - Beste Spieler: keine/C. Weihrauch, Schörling, Darwish. Zeitstrafe für Christian Kohl (FSV, 90 + 5, wegen Meckerns).
ISC Fürth - TG Trösel 0:7 (0:1)
Den erhofften klaren Auswärtssieg feierte die TG Jahn Trösel bei dem zuletzt so sehr gebeutelten ISC Fürth. Einziger Kritikpunkt von Trainer Uwe Engert war, dass in der ersten Hälfte Chancen „zum Teil kläglich vergeben wurden“. Das liegt nicht nur an dem Pfostenschuss von Tizian Tomczyk in der 36. Minute. Auch Ole Schmitt knallte in der 86. Minute einen Elfer nach Foul an Robér Jarosch an die Latte. Da war die Messe beim Stand von 7:0 für Trösel aber schon gelesen gewesen. Zwischendrin glänzte ISC-Torhüter Levent Salimov mit Paraden.
Jedenfalls legte die TG Jahn beherzt los. In der zweiten Hälfte zogen die Tröseler dann das Spiel in die Breite, nutzten die sich bietenden Lücken besser aus und performten so manch gelungenen Spielzug. Ausgangspunkt war des Öfteren Maurice Engert mit klugen Pässen, die von den Mitspielern zu den Torschützen weiter geleitet wurden. So mussten Jarosch, Tomczyk und Nicola Grna eigentlich nur noch den Fuß hinhalten, so wie Jarosch zum 7:0 nach Flanke von Lukas Häcker. Den Torreigen allerdings eröffnete Jonas Schröter nach schöner Kombination mit Tomczyk.
ISC Fürth: Salimov; Karik, Bahceci, Serkan Gözübüyük, Kasar, Said Hasan, Blazevic, Zulovic, Hüseyin Kemanci, Kara, Karaca.
TG Trösel: Doering; Jöst, Arnold, Engert, Jarosch, O. Schmitt, Grna, Maul Merino, Zangl, Tomczyk, Schröter; eingewechselt: Häcker (46.), Ginader (87.), Rabsch (87.).
Tore: 0:1 Schröter (20.), 0:2 Jarosch (49.), 0:3 Tomczyk (59.), 0:4 Jarosch (61.), 0:5, 0:6 Grna (63., 71.), 0:7 Jarosch (83.).
Zuschauer: 50. - Beste Spieler: Salimov/Engert, Jarosch, Grna.
SV/BSC Mörlenbach - FV Hofheim 4:0 (2:0)
Den ersten Heimsieg gegen überforderte Hofheimer feierte der SV/BSC Mörlenbach mit einem glatten 4:0-Erfolg. Insbesondere David Knapp, so kommentiert Sprecher Helmut Baumgärtner, dürfte sich über sein erstes zu Hause erzieltes Saisontor freuen. Das sollte Auftrieb für den Goalgetter geben, der allerdings im Spielverlauf beste Chancen mit Pech oder wegen des guten Torwarts Damon Wakelin nicht nutzen konnte. So dauerte es bis zur Nachspielzeit, bis Knapp mit schönem 14-Meter-Schuss exakt ins Eck zum 4:0 traf.
Spielertrainer Riza Aydogan eröffnete, von Yannick Laick angespielt, den Torreigen. Er ließ drei Mann stehen und schob überlegt ein. Robin Renzland erhöhte nach einem abgewehrten Schuss von Knapp auf 2:0. Danach ließ der SV/BSC etwas Ruhe einkehren, bevor er in den letzten zehn Minuten die Zügel wieder anzog. Die Folge war das 3:0 durch Volkan Cakir nach Pass von Knapp. Er ließ einen Abwehrspieler stehen und traf platziert ins Eck.
SV/BSC Mörlenbach: Conte; Seltenreich, Fries, Aydogan, Robin Renzland, Knapp, Steffey (70. Nazari), Cakir, Wenzel, Laick (67. Thaller), J. Goderbauer.
Tore: 1:0 Aydogan (26.), 2:0 R. Renzland (32.), 3:0 Cakir (81.), 4:0 Knapp (90 + 2).
Zuschauer: 70. - Beste Spieler: Aydogan, Steffey, Fries/Wakelin, Haser. mk
SG Lindenfels/Winterkasten - SV Lörzenbach 3:1
Die SG Lindenfels/Winterkasten marschiert in der Fußball-Kreisliga A weiter vorne weg. Der Spitzenreiter ließ sich auch vom Kreisoberliga-Absteiger SV Lörzenbach kein Bein stellen und feierte mit einem 3:1 den fünften Sieg im fünften Spiel. Die Gastgeber waren bissiger und zweikampfstärker und nutzten die Fehler der Lörzenbacher eiskalt aus. So resultierte aus einem Abspielfehler der Gäste ein Freistoß, den Peter Meister zum 1:0 an den rechten Innenpfosten und von dort ins Netz setzte (19.). Nur fünf Minuten später der nächste Konter nach einem Ballverlust der Lörzenbacher und Dustin Weißensteiner erhöhte auf 2:0. Als Felix Sossna nach einem Eckstoß am langen Pfosten unbedrängt zum 3:0 einköpfen konnte (36.) schien die Partie entschieden.
Doch die Gäste berappelten sich nach der Pause, waren nun engagierter und schöpften neue Hoffnung, als Robin Adler einen Elfmeter zum 1:3 verwandelte (68.). Letztlich fehlte den Lörzenbachern aber die Durchschlagskraft in der Offensive, auf der Gegenseite blieb die SG immer gefährlich. So zielte Andre Wörle aus 20 Metern an die Latte (73.). „In der ersten Hälfte waren wir die drei Tore besser. Nach dem Elfmeter ist Lörzenbach noch mal herangekommen, aber wir sind stabil geblieben und haben verdient gewonnen“, sagte SG-Trainer Kevin Schröder.
SG Lindenfels/Winterkasten: Daum, Hördt, Meister, Wörle, Sossna, Fiege, S. Kredel, Stöcker, Weißensteiner, Serdar, L. Schneider; eingew.: Höly, Fendrich, Untereiner.
SV Lörzenbach: Pfeifer (70. S. Krauß), E. Kilian, Ripper, N. Kilian, Adler, Schwarz, Mades, Ferch, Fetsch, Frei, Hebling; eingew.: Zeiß (46.), Jöst (64.).
Tore: 1:0 Meister (19.), 2:0 Weißensteiner /24.), 3:0 Sossna (36.), 3:1 Adler (68.). - Zuschauer: 200. jün