Fußball
Kreisliga B: SG Hammelbach/Scharbach verliert das Spitzenspiel
Sieben Punkte Abstand sind es jetzt für die SG Hammelbach/Scharbach in der Kreisliga B auf den Tabellenführer Hofheim. Im direkten Aufeinandertreffen war nichts zu holen.
„Zwei Mal geschlafen“, meinte SG-Trainer Oliver Zeug frustriert, denn seine Elf verlor 0:2 (0:2) gegen den Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga B.
Das Ergebnis stand bereits zur Halbzeit fest. Dass der zweite Treffer kurz vor dem Pausenpfiff fiel, „war bitter und spielentscheidend“, sagte Zeug. Zwar agierte seine Elf nach der Pause besser, konnte aber trotz ihrer Überlegenheit aus den Chancen keine Tore machen. Lucas Bergmann, Luca Fiederlein und Sandro Eisenhauer kamen in aussichtsreichen Positionen zum Zug. Wenn eine dieser Aktionen zum Tor geführt hätte, „hätte es anderes laufen können“, bedauerte der Coach. Die Mannschaft hätte sich mehr wehren und körperlich präsenter sein müssen, analysierte er. Die Elf nahm sich zwar viel vor, allerdings lief nicht alles so optimal, wie er sich eigentlich erhofft hatte.
Am Mittwoch in Gronau soll’s besser funktionieren. Da ist die SG beim Tabellenvorletzten in Zugzwang, um noch die theoretische Möglichkeit auf den Spitzenplatz zu wahren.
SG Hammelbach/Scharbach: Oberle, Eisenhauer, Hering (46. Emig), Wiegand, Fiederlein (70. S. Impe), Bauer, J. Impe, Bergmann, Trautmann, Glesman, Unger
Tvgg. Lorsch II - TSV Weiher 5:1 (1:1): In der zweiten Hälfte brach der TSV förmlich ein. Drei Tore innerhalb von wenigen Minuten bedeuteten die Entscheidung für Lorsch. Mit ein paar angeschlagenen Spielern war nicht mehr zu holen, sagte Abteilungsleiter Yanik Koch. Nach der Pause rächte es sich, dass einige Möglichkeiten in der ersten Hälfte nicht verwertet werden. Lediglich Alter hatte die Führung für die Hausherren in der 25. Minute ausgeglichen.
TSV Weiher: Schmittinger, Reichl (80. Majewski), Riesinger, Koch, Förster (70. Werner), Krastel, Boshnakov (60. Sapina), Aliev, Barth, Alter, Stäckler-
TSV Gras-Ellenbach - TSV Auerbach II 5:0 (3:0): In der Höhe nicht zu erwarten, aber verdient war der Sieg des TSV gegen die ersatzgeschwächten und leicht favorisierten Auerbacher. Konsequent, motiviert und mit viel Spiellaune gingen die Jungs ans Werk, freute sich TSV-Sprecher Thorsten Gleich. Von Anfang an agierte die Elf überlegen und engagiert. Schnelle Tore waren die Folge. Erst Lars Thomas, der nach Zuspiel von Markus Kunkel aus 16 Metern zum 1:0 ins Eck traf, dann in der 30. Minute Okan Bekyigit mit einem seiner bekannten Freistöße zum 2:0. Zwischendurch hatte bereits Domenik Schäfer den Pfosten getroffen und Kunkel knapp vorbei geschossen. Marius Steinmann sorgte kurz vor der Pause schon fürs 3:0 und trug sich in der 56. Minute noch mal nach einem Freistoß von Bekyigit mit dem 5:0 in die Trefferliste ein. Bekyigit war ein paar Minuten vorher zum 4:0 dran, als er den Ball von Thomas aufgelegt bekam.
Danach verwaltete die Mannschaft das Ergebnis. Da auch die Gäste noch ein paar Möglichkeiten hatten, „hätte es auch 9:3 ausgehen können“, sagte Gleich.
TSV Gras-Ellenbach: Loipersberger, Helm, Seitz, Steinmann (65. Kutlu), Mera (55. Aran), Morr, D. Schäfer, Bekyigit, Thomas, Kunkel, Bagci (55. J. Schäfer).
SV Affolterbach - TSV Hambach 3:3 (1:1): Nachdem die erste Hälfte ziemlich träge war, entwickelte sich nach der Pause eine flotte Partie. Marcel Eckert hatte kurz vor dem Pausenpfiff den Rückstand egalisiert. Zwar geriet der SV in der 53. Minute noch mal ins Hintertreffen, doch agierten die Gastgeber immer druckvoller und waren die klar bessere Mannschaft, sagte Sprecher Arne Wilhelms. Folgerichtig traf Thilo Keßler in der 77. Minute zum 2:2. Als wieder Eckert in der 90. Minute das 3:2 erzielte, schien eigentlich alles klar. Doch in der Nachspielzeit segelte der Ball über den zu weit vor dem Kasten stehenden Simon Roth zum Ausgleich in Netz. „Das ist sehr ärgerlich“, meinte Wilhelms. Allerdings muss sich Affolterbach auch an die eigene Nase fassen. Hätte man in der ersten Hälfte so wie in der zweiten gespielt, wäre es gar nicht erst eng geworden. Die mangelnde Konstanz war denn auch Wilhelms Kritikpunkt: „Wenn man aufsteigen will, muss man 90 Minuten präsent sein.“
SV Affolterbach: Roth, M. Rettig, Bender, Pudic (27. Keßler), P. Rettig (68. J. Steffan), L. Eckert, M. Eckert, Gölz, Theobald, B. Steffan, Gül (46. Scholl).
SG Hüttenfeld - TSV Zotzenbach 4:1 (2:0): Nach einer schwachen ersten Hälfte „lagen wir verdient hinten“, bilanzierte FSV-Vorsitzender Roland Agostin. Seine Elf hatte kaum Chancen. Nach der Pause lief es zwar ein wenig besser. „Wir haben etwas nach vorn gebracht.“ Doch trotzdem fiel das 3:0 für die Hausherren nach einer Stunde. Als Steffen Sattler kurz danach allein aufs Tor zulief und im Sechszehner gefoult wurde, war diese Szene der Knackpunkt. Denn es gab weder einen Elfer noch eine Rote Karte, ärgerte sich Agostin. Im Gegenteil: Jannik Rauch erhielt wegen Meckerns zehn Minuten. Auf der Gegenseite fiel danach sogar noch das 4:0 aus einer vermeintlichen Abseitsposition. Zwar war die SG später stehend K. o., doch der FSV konnte daraus außer dem 4:1 von David Rauch kein Kapital mehr schlagen. Unter anderem hatte Sattler zwei Mal die Möglichkeit zu verkürzen.
FSV Zotzenbach: Weis, Schiemanowski, Boml, Kohl, J. Rauch, Hufnagel (85. Schley), D. Rauch, Kusci, Neumann, Schildbach (60. Fuhr), Sattler.
SG Gronau - SV Fürth II 3:1 (2:0): Die SG wollte den Sieg und der SV ihn zu wenig. Deshalb gab es eine verdiente Niederlage für die Gäste. Die Hausherren gingen intensiv in die Zweikämpfe. Vor der Pause hatte Fürth nichts zu melden, danach lief es ein bisschen besser. Dass das einzige Tor für Fürth ein Eigentor der Gronauer war, „passte vom Spiel her“, meinte Trainer Christian Vetter etwas deprimiert. tom
SV Fürth II: Koob, Orhan, Stephan, Chebib (55. Arnold), Diefenbach, Hodroj, Arnold, Steiger, Pudic, Schumacher, Dörsam (60. Schäfer).