Kreisoberliga: Die wichtigen Spiele im Keller kommen jetzt
Im Abstiegskampf der Kreisoberliga ist die KSG Mitlechtern vor dem FC Ober-Abtsteinach und dem neuen Trainer Jan Schörling gewarnt. SV Fürth spielt bereits am Samstag.
In der Fußball-Kreisoberliga kann Ligaschlusslicht TV Lampertheim, das bislang nur einen Punkt geholt hat, den Abstieg nicht mehr verhindern. Am Saisonende muss dann noch eine Mannschaft sicher runter. Der Drittletzte hätte noch über die Relegation die Chance, die Liga zu halten. Aktuell sieht es so aus, als ob sechs Teams zittern müssen. Der Zehnte FV Biblis hat sich zuletzt abgesetzt. Mit im Abstiegsstrudel dabei ist der Drittletzte FC Ober-Abtsteinach (14 Punkte).
Nach der 0:3-Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel am vergangenen Sonntag beim 14. und direkten Rivalen Sportfreunde Heppenheim traten nun die Trainer Özcan Sahin, Joschua Weihrich und Christian Murr zurück. Jan Schörling, der im Sommer als Coach übernehmen sollte, wurde unter der Woche vorzeitig zum Trainer installiert (wir haben berichtet).
„Ich denke, das war jetzt der richtige Zeitpunkt“, sagt der scheidende Trainer Özcan Sahin und betont: „Es kommen nun ganz wichtige Spiele für den Klub. Die Liga soll unbedingt gehalten werden. Und ich denke, nur mit diesem Impuls kann jetzt auch noch einmal etwas Positives passieren.“ Sahin selbst braucht erst einmal Abstand. „Ich bin dem Verein weiterhin gewogen, aber ich schaue mir das erst einmal aus der Distanz an“, sagt der Ex-Coach.
Die Ober-Abtsteinacher empfangen am Sonntag, 15 Uhr, den 14. KSG Mitlechtern. Der neue Coach hat nicht viel Zeit. Aber Ronny Sauer, der Trainer der KSG Mitlechtern ist sich sicher: Jan Schörling wird einen Plan haben. Sauer hat natürlich ganz genau verfolgt, was beim kommenden Rivalen unter der Woche passierte. „Die Karten sind nun ganz neu gemischt. Ich kenne Jan Schörling ja persönlich ganz gut. Er wird versuchen, uns zu überraschen. Wir wissen auch alle: So ein Trainerwechsel kann ganz viel bewirken, die Spieler können es auf einmal viel besser“, sagt der KSG-Coach. Mitlechtern hat 15 Zähler und liegt damit gerade einmal einen Punkt vor Ober-Abtsteinach. „Wir haben beim 0:0 gegen den FC Groß-Rohrheim gut gespielt und auch beim 0:4 zuletzt zu Hause gegen Eintracht Bürstadt war ich eigentlich zufrieden mit der Leistung“, sagt Sauer und betont: „Die Eintracht ist halt eine Spitzenmannschaft. Für uns sind die kommenden Wochen nun ganz wichtig.“ Gianluca Müller wird der KSG länger fehlen, er hat sich ein Innenband gerissen.“
VfL Birkenau - SF Heppenheim (Sonntag, 15 Uhr)
Der VfL Birkenau hat bei sieben Punkten Rückstand auf Tabellenrang zwei noch theoretische Aufstiegschancen. Mit dem 6:0 beim Ligaschlusslicht Lampertheim löste das Team des neuen Trainerduos Daniel Hahn/Thorben Schmidt mit einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang die Pflichtaufgabe. Wichtig für die Coaches war die Tatsache, dass wieder zu null gespielt wurde. Zu Hause gegen den 13. Sportfreunde Heppenheim (17 Punkte) sind die Birkenauer auf dem Papier klarer Favorit. Allerdings: Die Heppenheimer zeigten im neuen Jahr ansprechende Leistungen. Ein Selbstläufer für den VfL wird es am Sonntag sicher nicht.
SV Fürth - SG Reichenbach (Samstag, 16.45 Uhr)
Spitzenreiter SV Fürth gab sich in den beiden bisherigen Ligapartien keine Blöße. Sechs Punkte und ein Torverhältnis von 12:1 waren die Ausbeute. Das Team von Trainer Jochen Ingelmann hat weiter zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger SG Unter-Abtsteinach und macht einen ganz, ganz stabilen Eindruck. Die Fürther treffen auf die abstiegsbedrohte SG Reichenbach, die derzeit 23 Punkte aufweist und Elfter ist. „Ich sage ja beinahe immer, dass wir schwere Spiele haben, aber ich glaube, dass die Partie am Samstag wirklich auch eine wird“, betont Ingelmann, der großen Respekt vor den Reichenbachern hat. „Das ist eine sehr kompakte Mannschaft, sie spielen sehr aggressiv gegen den Ball. Es ist unheimlich schwer, die SG zu bespielen, die Hinbegegnung war ja schon ein ganz hartes Stück Arbeit für uns“, bemerkt der Fürther Trainer. In der Hinrunde gewannen die Fürther nur knapp mit 1:0 in Reichenbach.
Eintracht Wald-Michelbach II - SG Unter-Abtsteinach (Sonntag, 15 Uhr)
Sascha Amend, der Trainer der zweiten Mannschaft von Wald-Michelbach, war am vergangenen Sonntag nicht zu beneiden. Beim FC Fürth ging sein Team mit 1:10 unter. Allerdings hatte der Trainer nur einen Ersatzspieler. Als dann auch noch das Verletzungspech zuschlug, musste die Eintracht II die Partie in Unterzahl zu Ende bringen. Mit der SG Unter-Abtsteinach kommt nun am Sonntag ein ähnliches Kaliber wie Fürth nach Wald-Michelbach. Amend hofft, dass er am Sonntag mehr Alternativen hat.
„Unser Torwart Nicolas Kollmann, der sich ja im Spiel gegen den FC Fürth einen Muskelfaserriss zugezogen hat, fällt definitiv aus, mal schauen, wer zwischen die Pfosten geht“, sagt der Coach und macht klar: „Unter-Abtsteinach ist eine starke Truppe, wir wollen kompakt stehen, dann schauen wir mal, was rauskommt.“
Die SG Unter-Abtsteinach, die einen Punkt Vorsprung auf den am Wochenende spielfreien Dritten FC Fürth hat, zeigte sich zuletzt beim 3:1-Sieg im Derby über den SV Unter-Flockenbach wieder souveräner als noch bei der Niederlage gegen den direkten Verfolger eine Woche zuvor. „Wir wollen den zweiten Tabellenplatz verteidigen“, macht Coach Marcus Lauer klar und sagt: „Ich erwarte eine sehr verstärkte Mannschaft von Wald-Michelbach. Ich denke nicht, dass die Eintracht gegen uns so auftritt wie gegen den FC Fürth.“ Er wird den gleichen Kader zur Verfügung haben, der zuletzt in Unter-Flockenbach siegte. „Ich hoffe, dass uns der erste Sieg im neuen Jahr beflügelt“, sagt Lauer.
SV Unter-Flockenbach II - TV Lampertheim (Sonntag, 15 Uhr)
Melvin Schmitt gefiel die Vorstellung seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende in Unter-Abtsteinach. Trotz der Niederlage. „Die Einstellung war voll in Ordnung. So kann es weitergehen“, sagt der Coach der Unter-Flockenbacher. Der SVU II liegt derzeit auf dem neunten Tabellenrang. Gegen das in der Liga abgeschlagene Tabellenschlusslicht TV Lampertheim ist die Schmitt-Truppe ganz klarer Favorit. bol