Fußball

Schmucker-Cup in Wald-Michelbach: Das Traumfinale ist perfekt

Während Gastgeber ETW kampflos ins Endspiel einzieht, bezwingt Unter-Flockenbach den FC Fürth mit 5:0. Dabei präsentiert der Hessenligist auch zwei Neuzugänge, einer davon ist in der Region bestens bekannt.

SVU-Angreifer Lotfi Graidia glänzte beim 5:0 gegen den FC Fürth als vierfacher Torschütze. Beim 1:0 setzte er erfolgreich nach, als FC-Keeper Alexander Gärtner den Ball nicht festhalten konnte. Foto: Marco Schilling
SVU-Angreifer Lotfi Graidia glänzte beim 5:0 gegen den FC Fürth als vierfacher Torschütze. Beim 1:0 setzte er erfolgreich nach, als FC-Keeper Alexander Gärtner den Ball nicht festhalten konnte.

Das Traumfinale beim Vorbereitungsturnier von Fußball-Gruppenligist Eintracht Wald-Michelbach ist perfekt: Nach dem letzten Spieltag der Gruppenphase stehen der Gastgeber sowie Hessenligist SV Unter-Flockenbach als Finalisten fest, am Sonntag treffen die langjährigen Gefährten um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Rudi-Wünzer-Straße aufeinander.

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Der Weg ins Finale konnte unterschiedlicher jedoch kaum sein: Während Wald-Michelbach nach dem Rückzug des TSV Höchst kampflos ins Endspiel einzog und einen kurzfristig eingeschobenen Test gegen den TSV Steinbach mit 2:0 gewann, mussten die „Flockies“ ihr letztes Gruppenspiel gegen Kreisoberligist FC Fürth unbedingt gewinnen. Und das gelang dann auch noch in ausgesprochen souveräner Manier mit 5:0 (3:0).

Graidia erzielt vier Tore

„Die Partie stand dabei ganz im Zeichen von Flockenbachs Angreifer Lotfi Graidia“, berichtete ETW-Pressewart Lothar Strusch. „In der ersten Halbzeit gelang ihm ein lupenreiner Hattrick, nach einer knappen Stunde legte er auch noch das 4:0 nach.“

Mit dieser Leistung, so Strusch weiter, habe sich Graidia „eindrucksvoll“ für einen Platz in der Startelf beim Saisonauftakt in der Hessenliga empfohlen. Die Elf des Trainerduos Dalio Memic/Nico Hammann startet bereits am 27. Juli beim FSV Fernwald in die neue Spielzeit.

Lob für beide Teams

In der zweiten Hälfte habe sich der FC Fürth zwar gegen die drohende Niederlage gestemmt, gab Strusch zu Protokoll, „spätestens mit Graidias viertem Tor war das Spiel aber entschieden“. Dem ambitionierten Kreisoberligisten, der zuvor den Lokalrivalen SV Fürth in einem packenden Derby mit 4:1 besiegt hatte, attestierte Strusch dennoch eine ansprechende Leistung. „Sie haben sich gegen den großen Favoriten teuer verkauft“, lobte er.

Gleich fünf Treffer durfte Hessenligist SV Unter-Flockenbach im Spiel gegen den FC Fürth bejubeln. Foto: Marco Schilling
Gleich fünf Treffer durfte Hessenligist SV Unter-Flockenbach im Spiel gegen den FC Fürth bejubeln.

Aufseiten der „Flockies“ freute sich Manager Rana Nag über ein „gutes Spiel“ der eigenen Mannschaft. Im Gegensatz zu einigen anderen Tests sei am Donnerstag auch der Klassenunterschied deutlich zu erkennen gewesen, freute er sich.

ETW immer noch auf Verbandsliga-Niveau?

Deutlich schwieriger dürfte es für den SVU jedoch am Sonntagabend werden, mutmaßte Nag. „Die ETW hat immer noch eine starke Mannschaft, die erste Elf hat meines Erachtens auch nach dem Rückzug in die Gruppenliga immer noch Verbandsliga-Niveau“, sagte der Manager.

Natürlich wolle die eigene Elf nun auch den Pokal mit nach Hause nehmen, kündigt er an. Zugleich schränkt Nag aber auch ein: „Es ist immer noch ein Testspiel, ein gutes und vor allem attraktives Spiel von beiden Seiten ist am wichtigsten.“

Premiere für zwei Neuzugänge

Übrigens: Wer im Spiel gegen Fürth etwas genauer hinschaute, erkannte aufseiten des Hessenligisten auch zwei neue Gesichter. So kamen mit Ylli Cermjani und Angel Arthee zwei Spieler in der zweiten Halbzeit zum Einsatz, die erst vor wenigen Tagen verpflichtet wurden und nun ihre Premiere im SVU-Dress feierten.

Der frühere Wald-Michelbacher Ylli Cermjani hat sich kurz vor Saisonbeginn dem SV Unter-Flockenbach angeschlossen. Foto: Katrin Oeldorf
Der frühere Wald-Michelbacher Ylli Cermjani hat sich kurz vor Saisonbeginn dem SV Unter-Flockenbach angeschlossen.

Der 21 Jahre alte Arthee, der zuletzt beim badischen Oberligisten VfR Mannheim unter Vertrag stand, markierte nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung auch den Treffer zum 5:0-Endstand (73.).

Cermjani doch nicht nach Bad Homburg

Der Transfer von Ylli Cermjani kann unterdessen getrost als Überraschung bezeichnet werden. Nach dem Rückzug der Wald-Michelbacher Eintracht hatte sich der gebürtige Lindenfelser eigentlich bereits der DJK Sportfreunde Bad Homburg angeschlossen, sämtliche Online-Portale führen Cermjani auch nach wie vor als Spieler des Verbandsligisten.

Dort fühlte er sich offenbar aber nicht sonderlich wohl, weshalb die „Flockies“ die Gelegenheit nutzten und den 27-Jährigen auf den Wetzelsberg lotsten.