SV Fürth empfängt den "Emporkömmling" SV Hummetroth
In der ersten Runde des Hessenpokals trifft die Elf von Trainer Jochen Ingelmann auf den ambitionierten Verbandsliga-Aufsteiger aus dem Odenwaldkreis.
Mit dem 7:1-Erfolg der TG Jahn Trösel bei der SG Waldesruh/Azzurri Lampertheim hat Donnerstag die Pokalsaison im Fußballkreis Bergstraße begonnen. Ole Schmitt und Rober Jarosch erzielten dabei jeweils einen Dreierpack, den siebten Treffer für die Talemer markierte Lukas Bessler.
Die anderen Partien der ersten Kreispokal-Runde werden dann zwischen dem 24. und 31. Juli ausgetragen, dabei kommt es unter anderem zum Vergleich der Kreisoberliga-Aufsteiger SV Lörzenbach und SG Lindenfels/Winterkasten oder zum Duell zwischen dem SV/BSC Mörlenbach und dem FC Ober-Abtsteinach.
Titelverteidiger SV Fürth hat in der ersten Runde ein Freilos – wie Hessenligist SV Unter-Flockenbach, die sechs anderen Gruppen- und Verbandsligisten sowie der SV Kirschhausen und der FC Starkenburgia Heppenheim.
32 Pokalsieger, sieben "Profis" und ein Fair-Play-Gewinner
Und dennoch sind die Fürther aller Voraussicht nach am Wochenende 27./28. Juli im Pokal aktiv. Genauer gesagt: Im Hessenpokal, für den sich neben Drittligist SV Wehen Wiesbaden, Titelverteidiger Kickers Offenbach, den Regionalligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, FSV Frankfurt, KSV Hessen Kassel, TSV Steinbach Haiger und FC Gießen sowie dem FC Cleeberg als Sieger der Fair-Play-Wertung auch alle 32 hessischen Kreispokalsieger qualifiziert haben.
Die Kreispokalsieger wurden am Samstag nach geografischen Gesichtspunkten für die Auslosung der ersten Pokalrunde auf acht Lostöpfe zu je vier Mannschaften verteilt. Aus jedem dieser acht Lostöpfe wurden nacheinander jeweils zwei Partien gelost. Dies ergab 16 Partien, die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für die zweite Runde. Erst in der dritten Runde steigen dann die favorisierten Dritt- und Viertligisten in den Wettbewerb ein.
Genauer Termin steht noch nicht fest
Die genaue Terminierung der Erstrunden-Partien ist laut Pokalspielleiter Jörg Wolf zwar noch offen, da auch die Hessenliga an diesem Wochenende startet, weder der SV Fürth, noch sein Gegner gehören jedoch der höchsten hessischen Spielklasse an. Gleichwohl haben die Fürther mit Verbandsliga-Aufsteiger SV Hummetroth bei der Auslosung am Samstagnachmittag einen „hoch interessanten Gegner“ (Trainer Jochen Ingelmann) an Land gezogen.
Die Elf des Trainerduos Richard Hasa und Zivojin Juskic, beide standen einst beim SV Darmstadt 98 unter Vertrag, verfüge „über sehr viele Spieler mit einer hohen individuellen Klasse“, lässt Ingelmann verlauten. Abschließend sagt er: „Wir freuen uns auf das nächste Highlight.“
Club des "Odenwald-Millionärs"
Pokalspielleiter Wolf bezeichnete Hummetroth, das binnen kürzester Zeit aus den Niederungen der Odenwälder Kreisligen in die Verbandsliga durchmarschiert ist, bei der Auslosung als „Emporkömmling“, bekam hierfür aber nur bedingt Unterstützung.
Hinter dem Verein steht mit Stefano Trizzino schließlich ein finanzstarker Mäzen, der gerne auch als „Odenwald-Millionär“ bezeichnet wird. Im März machte kurzzeitig das Gerücht die Runde, wonach Trizzino auch die strauchelnde Wald-Michelbacher Eintracht unterstützen könnte. Daraus wurde freilich nichts, die ETW zog ihr Team aus der Verbandsliga zurück.