SV Lörzenbach II feiert den Aufstieg in die Kreisliga C
Der Zusammenhalt ist das große Plus der zweiten Mannschaft des SV Lörzenbach. Dabei verlief die Saison zunächst gar nicht gut.
Schon mehrere Anläufe hat sie genommen, nun hat sie es endlich geschafft, die zweite Mannschaft des SV Lörzenbach: Durch einen 4:1-Sieg gegen den SC Rodau II im zweiten Relegationsspiel machte das Team von Trainer Christian Gölz den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Kreisliga C perfekt. Damit erlebten die Lörzenbacher, wie nahe Freud und Leid nebeneinanderliegen, denn am Abend zuvor hatte die erste Garnitur den Abstieg aus der Kreisoberliga verkraften müssen. So wurde der Erfolg umso ausgiebiger gefeiert, und auch die Spieler der ersten Mannschaft sangen und tanzten schließlich mit auf dem Sportplatz und später dann im Clubheim bis in die tiefe Nacht hinein.
Durchwachsener Start
Dabei begann die Runde in der Kreisliga D2 gar nicht vielversprechend, den die SVL-Zweite startete mit zwei Unentschieden. Dabei war man mit dem 2:2 gegen den Titelfavoriten TSV Aschbach II zufrieden, nicht jedoch mit dem 2:2 beim SV Kirschhausen II. Als es danach aber mit einem 1:2 beim FSV Rimbach II gleich die erste Saisonniederlage gab, fand man sich erst einmal im Mittelfeld der Tabelle wieder.
Mit dem 6:2 gegen den SV Fürth III bekamen die Lörzenbacher dann aber die Kurve, es folgten sieben Partien mit sechs Siegen und einem Unentschieden, sodass sie auf den dritten Rang vorrückten. Unnötig war dann die 0:1-Niederlage bei der SG Hammelbach/Scharbach II, die aber die letzte in der Saison bleiben sollte. Nach dem 6:1 gegen den ISC Fürth gingen die Grün-Weißen mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Rimbach und nur einem auf den Zweiten Aschbach in die Winterpause.
Trotz durchwachsener Vorbereitung behielt der SVL die beiden Aufstiegsplätze in der zweiten Saisonhälfte fest im Blick. Mit David Gerl, der in der Vorrunde meist in der ersten Mannschaft gespielt hatte und nun von Gölz als Abwehrchef mit Matti Gölz in der Innenverteidigung eingesetzt wurde, bekam die Defensive zusätzliche Stabilität. Dies zahlte sich schon zum Auftakt in die zweite Rundenhälfte aus, denn mit einer starken Leistung wurde der Tabellenführer aus Rimbach mit 2:1 bezwungen – und die Lörzenbacher waren wieder im Geschäft.
Es folgte eine Serie von neun Siegen und einem Unentschieden, durch die die Grün-Weißen die Aschbacher überholten – wobei sie freilich von einem Sechs-Punkte-Abzug für die TSV-Zweite profitierten. Vor dem letzten Rundenspiel bei den Überwäldern, das sonst zum „Endspiel“ um den zweiten Rang geraten wäre, betrug der Vorsprung acht Zähler, sodass die 2:4-Niederlage bedeutungslos war.
Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Siegeswille gaben dann auch in der Relegation den Ausschlag. So holte die Gölz-Truppe beim ersten Spiel bei der SG Lautern einen 1:3-Rückstand zum 3:3 noch auf und machte mit einer starken Leistung gegen die Rodauer den Sack zu. Den großen Zusammenhalt und vor allem auch den breiten Kader nennt der Trainer dann auch als Grundlagen für den Erfolg. „Die Trainingsbeteiligung war sehr gut, wir hatten manchmal bis zu 22 Spieler im Training. Auch wenn viele deshalb sonntags aussetzen mussten, ist die Stimmung nicht gekippt. So hat sich im Laufe der Runde ein toller Teamgeist entwickelt“, hebt Gölz hervor. So waren fast alle Positionen doppelt besetzt und Ausfälle konnten gut kompensiert werden. „Und dabei gab es auch keinen Leistungsabfall“, fügt er an. Dabei vertraute der Coach einem Stamm von Spielern, die das Gerüst der Mannschaft bildeten.
Auch wenn er eigentlich keinen Spieler herausheben möchte, zollt er Routinier Steffen Emig besonderen Respekt. „Was er mit seinen 49 Jahren immer noch leistet, ist beeindruckend“, unterstreicht er. Und als Torschützenkönig der Kreisliga D2 hat Tobias Schröder mit 25 Treffern einen wichtigen Beitrag zum Erfolg beigesteuert, auch in der Relegation hat er doppelt getroffen.
Ziel ist der Klassenerhalt
In der kommenden Runde in der Kreisliga C ist der Klassenerhalt das vorrangige Ziel der Lörzenbacher. „Wir haben keine Abgänge zu verzeichnen, einzig Kevin Gotha wird kürzertreten und nur noch bei Bedarf aushelfen“, erklärt Gölz, der somit auf eine eingespielte Mannschaft setzen kann. Drei Spieler stoßen aus der eigenen Jugend zu den Senioren, wobei mit Luis Berg ein wuchtiger Stürmer schon einige Spiele in der Zweiten absolvierte und dabei mit vier Treffern seine Torgefahr unterstrich.
Nicht zuletzt mithilfe der Heimstärke soll das Ziel erreicht werden, so sind die Grün-Weißen seit über einem Jahr auf dem eigenen Platz ungeschlagen.
Der Trainer
Christian Gölz hat gleich im ersten Jahr als Trainer den Aufstieg mit dem SVL in die Kreisliga C geschafft und wird auch in der kommenden Saison die sportliche Verantwortung tragen.
Der gebürtige Rimbacher hat beim FSV in der Jugend mit dem Fußball begonnen und bis auf ein Jahr beim SV Kirschhausen bei den Senioren gespielt. Von 2016 bis zur Winterpause 2018 war er beim FSV Spielertrainer der zweiten Mannschaft.
Durch seinen Sohn Fynn kam er 2019 zum SV Lörzenbach, wo ihn Jugendleiter Marcus Butscher gleich als Jugendtrainer verpflichtete. Im Sommer 2022 gewann ihn der SVL dann als Trainer für die 1b.
Der 42-Jährige ist beruflich als Angestellter in einer Sanitärfirma in Rimbach tätig.
Der Kader
Tor: Jan-Eric Weigold (26 Jahre), Simon Krauß (31), Christoph Mink (27), Tobias Pfeifer (20).
Abwehr: Sebastian Burk (29), David Gerl (33), Elias Hirsch (20/1 Tor), Silas Lenhardt (21), Pablo Pfeifer (29), Sascha Quick (32/5), Tim Weber (26), Matti Winkler (19/3 Tore + 1 in der Relegation), von der ersten Mannschaft: Luca Franck (21), Alexander Ripper (26), Oliver Weigold (28), Niels Kubitza (26).
Mittelfeld: Denis Alimi (23), Steffen Emig (49/3), Sami Gözübüyük (39), Kevin Gotha (30/1+1), Ali Hodroj (26/6+1), Moritz Köhler (20/2), Nico Schmitt (20), Johannes Schumacher (30/1), Robin Stephan (29), Maurice Hook (26), Tim Schnellbächer (31), Paul Schüle (29), Jochen Ingelmann (28), von der ersten Mannschaft eingesetzt: Johannes Arras (22/2), Silas Zeiß (26/1),Jonas Fetsch (23/1), Yannick Schwarz, Levin Ginader (20), Elias Kilian (20)
Angriff: Max Jünger (23/6+2), Matthias Sachs (38/3), Manfred Schäfer (29/5), Tobias Schröder (29/25+2), Jannik Wecht (23), Andre Weigold (23), Jens Weigold (24), von der A-Jugend: Luis Berg (18/4).
Spielausschuss: Christian Lenhardt, Thomas und Norbert Köhler.
Torwarttrainer: Dominik Sobolewski. jün