Warum der TSV Weiher die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat
Der TSV Weiher steht in der Kreisliga B mit dem Rücken zur Wand. Der Abstieg soll unbedingt verhindert werden.
2011 stieg der TSV Weiher als Meister in die Fußball-Kreisliga B auf und schaffte es in der Saison 2015/16 sogar, in der A-Liga zu spielen. Jetzt steht der Traditionsverein aber mit dem Rücken zur Wand – der Abstieg in die C-Klasse droht. Zur Winterpause sind die Weiherer Tabellenletzter und holten aus 13 Spielen nur sechs Punkte. Das Torverhältnis von 12:64 sagt eigentlich schon alles.
Aber durch die beiden Siege gegen die direkten Konkurrenten SG Gronau (4:2) und SV Kirschhausen (2:1) am Ende des Jahres glimmt der Funke Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Gronau auf dem Relegationsplatz ist sechs Punkte entfernt, der SV Fürth II und der SV Kirschhausen haben jeweils sieben Punkte Vorsprung. Das ist aufzuholen. Davon ist Abteilungsleiter Yanik Koch überzeugt, der die Chancen auf die Rettung bei fifty-fifty sieht.
Gleich ein „Endspiel“
„Wir müssen nicht alle Spiele gewinnen, aber die wichtigen“, sagt Koch und denkt dabei an die direkten Duelle. Gleich zum Wiederbeginn am 10. März geht es zum SV Fürth II, danach wird gegen Zotzenbach und Elmshausen aus der oberen Hälfte wohl kaum etwas zu holen sein. Doch am 7. April kommt es in Gronau zum nächsten „Endspiel“ um den Klassenerhalt.
Dass sich Weiher überhaupt noch Hoffnungen machen darf, sah zu Saisonbeginn noch anders aus. Die ersten neun Spiele wurden, teilweise sehr deutlich, allesamt verloren, ehe am 29. Oktober zu Hause gegen den SV Kirschhausen mit 2:1 der erste Sieg gelang. Der TSV Weiher hatte große Personalprobleme, sodass der neue Trainer Holger Taube immer wieder auf Soma-Spieler zurückgreifen musste, um überhaupt eine Mannschaft stellen zu können. Auch wenn Taube unermüdlich und engagiert trotz Pleite auf Pleite alle bei Laune zu halten versuchte – konkurrenzfähig war diese Mannschaft des TSV Weiher nicht.
Bereits in der vergangenen Saison rutschten die Weiherer hinten rein, nachdem sie in den Jahren zuvor die Tabellenspitze zumindest in Sichtweite hatten. Spielertrainer Sebastian Merkel, der das Amt nach dem Rücktritt des langjährigen Trainers Steffen Maas in der Winterpause übernommen hatte, schaffte noch den zwölften Platz, wollte aber dann kürzertreten.
„Wir haben uns nie aufgegeben. Und die Stimmung war trotzdem gut. Wir haben zusammengehalten, das hat mich beeindruckt“, sagte Yanik Koch, der selbst verletzt war und nicht auf dem Platz mithelfen konnte. „Dadurch, dass wir noch zwei Spiele gewonnen haben, sind wir zumindest in Schlagdistanz“, sagt der Abteilungsleiter. Zudem ist die Mannschaft personell wieder besser aufgestellt und hat nominell zumindest einen 14-Mann-Kader – ohne Soma-Spieler.
Dazu gibt es zwei Rückkehrer, die echte Verstärkungen sind: Vom SV Affolterbach wechselte Cornelius Jakob und vom FC Ober-Abtsteinach schloss sich Alikan Aliev wieder dem TSV an. Zudem will Fuat Yeter nach einer längeren Pause wieder anfangen.
Trainer Holger Taube bleibt
Ob das alles reicht, um dem Abstieg zu entgehen? Yanik Koch jedenfalls weiß nur, dass die C-Liga „sehr schlecht für uns wäre“, gerade auch was die Gespräche mit neuen Spielern betrifft. Trainer Holger Taube hat immerhin bereits verlängert und bleibt auch bei einem Abstieg. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben. Er hat das sehr gut gemacht und gibt uns die Sicherheit und das Vertrauen“, lobt Koch seinen Coach und weiß auch, dass es für diesen keine leichte Situation war. Doch mit einer verstärkten Mannschaft geht es nun an die Aufholjagd. Mit einer guten Vorbereitung will der TSV Weiher den Grundstein legen. Dabei sind Tobias Alter, Dennis Majewski und auch Yanik Koch noch leicht angeschlagen, doch bis zum Start sollte es wieder gehen. beg