Der Bergische HC überragt beim Rhein-Neckar-Cup
Der BHC sichert sich 1. DVAG Rhein-Neckar-Cup. Gastgeber S3L ist beim bestbesetzten Frauenhandballturnier der Metropolregion ohne Chance, hat aber viel Spaß
Am Ende eines hochkarätig besetzten 1. DVAG Rhein-Neckar-Cup stand für die Handballerinnen der Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen erwartungsgemäß der letzte Platz und dennoch war Steffen Piffkowski mehr als stolz auf seine Damen. „Wir haben alles gegeben, versucht mit unseren Mitteln dagegen zu halten. Jedes hier erzielte Tor wird uns Auftrieb für die kommende Spielzeit geben“, sagt der 52 Jahre alte Handballlehrer.
Handball
SVAG Rhein-Neckar Cup
S3L Handball - Kurpfalzbären 11:28
S3L Handball - Bergischer HC 4:31
S3L Handball - Mainz 05 8:28
S3L Handball - Juniorflames 10:33
Kurpfalzbären - Mainz 05 16:20
Kurpfalzbären - Juniorflames 11:17
Kurpfalzbären - Bergischer HC 8:11
Bergischer HC - Mainz 05 13:12
Bergischer HC - Juniorflames 18:16
Juniorflames - Mainz 05 10:20
1. Bergischer HC 8:0
2. FSV Mainz 05 6:2
3. Juniorflames 4:4
4. Kurpfalzbären 2:6
6. S3L Handball 0:8
Der Bergische HC sicherte sich ungeschlagen den Turniersieg, mit dem 1. FSV Mainz 05 sowie den Kurpfalzbären aus Ketsch drei Zweitligisten am Start. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld mit der Reserve des Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach aus der 3. Liga. „Wir sind sehr stolz, dass wir diese Teams akquirieren konnten und wollen dieses Turnier mittelfristig in der Region etablieren. Das erachte ich als sehr wichtig für den Damenhandball“, erklärte Piffkowski. Schließlich war der Rhein-Neckar Cup gleich zur Premiere das bestbesetzte Frauenhandballturnier der kompletten Metropolregion.
Starker Start gegen die Bären
Der Gastgeber glänzte dabei vor allem im Auftaktspiel gegen die Kurpfalzbären und trotzte dem Zweitligisten bei zwei Mal 15 Minuten Spielzeit zur Halbzeit ein beachtliches 8:15 ab. „Das hat Spaß gemacht, weil wir in dieser Partie im Angriff dann doch das eine oder andere Mal zum Zug gekommen sind“, sagte Manuela Miller. Mit der Länge des Turniers sowie den steigenden Temperaturen in der Heinrich-Beck-Halle hat sich der „krasse Unterschied, vor allem im physischen Bereich“ allerdings bemerkbar gemacht und es sei manchmal frustrierend gewesen, den Spielstand auf der Anzeigetafel zu lesen.
Coole Erfahrung im Heizkessel
Am Ende stand gegen die Kurpfalzbären ein 11:28, gegen den späteren Turniersieger Bergischer HC ging beim 4:31 „gar nichts, während man sich beim 8:28 gegen Mainz 05 und 10:33 gegen die Juniorflames immerhin über einige Torerfolge freuen konnte. „Alles in allem war es eine sehr coole Erfahrung und ein Highlight. Wir bauen auf das auf, was geklappt hat“, so das Fazit der 35 Jahre alten Spielführerin. Und auch Piffkowski sah nur durchweg positive Aspekte für seine junge Mannschaft: „Die jungen Spielerinnen sehen dann vielleicht auch mal, wo es mit Fleiß hingehen kann. Wir hatten viel Spaß und nehmen einiges mit.“
Spaß dürfte auch der Bergische HC gehabt haben, der ungeschlagen erster Turniersieger des DVAG Rhein-Neckar-Cup wurde. Am Ende entschied die Partie gegen den Ligakonkurrenten aus Mainz über den Turniersieg: Mit einem knappen 13:12 in einer durchaus hitzigen Partie behielt die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler knapp die Oberhand und konnte sich so über Platz eins freuen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir das Turnier gewonnen haben. Siege helfen immer in der Vorbereitung, vor allem weil wir als Aufsteiger in die 2. Liga auch ein wenig wissen wollten, wo wir stehen“, erklärte Reckenthäler und ergänzte: „Ich bin mit der Performance meiner Mannschaft mehr als zufrieden.“
Platz zwei sicherte sich der FSV Mainz mit lediglich einer Niederlage, dahinter reihte sich überraschend Drittligist Bensheim/Auerbach II ein, die die viel ausprobierenden und erneut verjüngten ligahöheren Kurpfalzbären mit einem deutlichen 17:11 auf Rang vier verweisen konnten.
Toni Grössl beste Spielerin
Neben den Platzierungen gab es noch individuelle Auszeichnungen: So stellte Mainz 05 mit Lena Schmid die beste Torfrau des Turniers, die Leutershausenerin Antonia Grössl von den Juniorflames wurde zur besten Spielerin gewählt, während Svenja Mann aus Ketsch mit 21 Treffern die meisten Treffer im Turnierverlauf erzielen konnte.
Insgesamt bescheinigten alle Trainer dem Turnier eine „tolle Organisation und gute Qualität.“ Steffen Piffkowski hofft in der Zukunft auf eine Fortsetzung. „Die Rückmeldungen waren unisono positiv. Ich bin zuversichtlich, dass wir Partner für so ein Vorbereitungsturnier gewinnen können“, sagt der 52-Jährige, der künftig hofft, wie zunächst geplant parallel mit der Widda-Kerwe in Großsachsen spielen zu dürfen: „Ich denke, dass wir in Großsachsen deutlich mehr Zuschauer gehabt hätten.“ Auf 80 Besucher schätzte er die Resonanz auf der Tribüne.