Triathlon

Florian Angert will eine WM-Medaille

Der Weinheimer Profi-Triathlet will in diesem Jahr zum Ironman auf Hawaii. Um dorthin zu kommen, muss er das vergangene Jahr schnell abhaken

Prost Neujahr: Neues Jahr, alte Ziele: Flo Angert will auf Hawaii. Foto: Simon Gehr
Prost Neujahr: Neues Jahr, alte Ziele: Flo Angert will auf Hawaii.

Alles andere als zufriedenstellend verlief das Triathlon-Jahr 2023 für Florian Angert. Der ehemalige Weinheimer Leistungsschwimmer hatte sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft auf Hawaii zum Ziel gesteckt, doch nach seinem Trainerwechsel stagnierten die Leistungen im vergangenen Jahr. Die Qualifikation verpasste der 31-Jährige, der bei der TSG 1862 groß wurde und seinen Lebensmittelpunkt mit seiner Freundin Kathi Wolff in den Kraichgau verlegt hat.

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Ende Januar geht es für den ehemaligen Weinheimer Leistungsschwimmer  zum Training nach Girona. Foto: Simon Gehr
Ende Januar geht es für den ehemaligen Weinheimer Leistungsschwimmer zum Training nach Girona.

Im Land der 1000 Hügel bereitet sich Angert derzeit auf seine aktuellen Ziele vor, die an Ambitionen nichts eingebüßt haben. 2022 war er bei den Ironman-Weltmeisterschaften in Utah als Fünfter eingelaufen, verpasste eine bessere Platzierung auf Hawaii nur aufgrund eines zweifelhaften Wertungsrichterentscheids und sicherte sich zudem dem ITU-Vize-Weltmeistertitel auf der Langdistanz. Diese herausragende Saison ließ auf eine Steigerung hoffen, doch 2023 wollte es einfach nicht laufen. Bestes Ergebnis der Langdistanz war noch der elfte Platz bei der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg (7:46,33).

2023 eine Challenge

„Es war definitiv das herausfordernste Jahr meiner bisherigen Karriere“, sagt Angert, der sich auf das neue Jahr und gleichbleibende Ziele freut: „Mein Hauptziel 2024 ist es, bei der WM in diesem Oktober so in Form zu sein, dass ich aufs Podium kommen kann“, sagt Angert, der nach dem Frust der vergangenen Saison so richtig heiß ist, es besser zu machen.

Den Blick richtet der Weinheimer Profi deshalb nur nach vorn. Nach dem Trainingslager mit seinem Team Erdinger Alkoholfrei und dem Heimtraining im Moment, geht es am 23. Januar wieder für einen Monat ins Trainingslager nach Girona, wo sich der bekennende Kaffee-Fan auch auf wärmere Temperaturen freut. Das Training ist voll auf den April ausgerichtet, wo er gleich an zwei Qualifikationsrennen in Amerika teilnehmen wird: am US Ironman 70.3 Oceanside am 6. April und am Ironman Texas am 27. April. Beide Rennen sind Teil der Ironman Pro Series. „Das ist ein weiteres Ziel von mir, die Gesamtwertung der Pro Series würde ich gerne gewinnen“, sagt Angert. Dazu muss er bei drei Ironman-Rennen und zwei 70.3-Rennen abliefern. „Momentan ist die weitere Planung noch etwas schwierig, weil etliche Veranstaltungen noch gar nicht feststehen“, sagt Angerts Manager Nikolaj Grønbek. Zum Ziel können viele Wege führen. AT