Handball

Große Verletzungssorgen beim Drittligisten S3L

Die neue Spielgemeinschaft startet mit einem geschwächten Kader in die Saison. Bei Yessine Meddeb haben sich die schlimmsten Befürchtungen zumindest nicht bewahrheitet und Tim Götz' Ausfall hat durchaus positive Gründe.

Doch kein Kreuzbandriss! Yessine Meddeb soll der neuen Spielgeminschaft in spätestens sechs Wochen wieder voll zur Verfügung stehen. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Doch kein Kreuzbandriss! Yessine Meddeb soll der neuen Spielgeminschaft in spätestens sechs Wochen wieder voll zur Verfügung stehen.

Die gute Nachricht verkündet die neue Handball-Spielgemeinschaft S3L am Montagnachmittag zuerst: Torjäger Yessine Meddeb ist nicht ganz so schwer verletzt wie befürchtet. Die Ärzte hatten ursprünglich einen Kreuzbandriss befürchtet, wie eine MRT-Untersuchung nun ergab, handelt es sich „nur“ um eine Kapselverletzung.

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„Wir sind sehr erleichtert“, wird der Sportliche Leiter Mark Wetzel in der Pressemitteilung zitiert, er betont mit Blick auf die Verletzung aber auch: „Das ist natürlich nicht schön, aber Yessine wird in spätestens sechs Wochen wieder voll zur Verfügung stehen“. Ein Silberstreif am Horizont, denn insgesamt sieht es in der Vorbereitung nicht gut aus.

Auch Hübe, Seitz und Preller fehlen

Trainer Thorsten Schmid muss derzeit gleich auf mehrere Spieler verzichten. Torhüter Alexander Hübe erholt sich noch von einer Meniskus-Operation, Bastian Seitz verletzte sich an der Schulter und Max Preller wurde am Handgelenk operiert.

Alexander Hübe erholt sich noch von einer Meniskus-Operation. Foto: Marco Schilling
Alexander Hübe erholt sich noch von einer Meniskus-Operation.

Von den Neuzugängen können Leon Keller und Niklas Schwenzer noch nicht mittrainieren und Simon Spilger ist ebenfalls verletzt. „Eine richtige Vorbereitung ist im Moment leider nicht möglich“, sagt Thorsten Schmid, „uns fehlt vor allem ein Mittelmann“. Entsprechend müsse man die Erwartungen für die ersten Spiele etwas zurückschrauben.

„Man kann die Situation durchaus als dramatisch beschreiben.“ (Mark Wetzel, Sportlicher Leiter der S3L)

Dabei hoffen alle Verantwortlichen auch auf das Verständnis der Fans. „Man kann die Situation durchaus als dramatisch beschreiben“, betont Wetzel. „Es ist natürlich schade, dass wir mit so viel Verletzungspech starten müssen“, ergänzt Tom Zahn, ebenfalls Sportlicher Leiter, „aber wir haben dennoch so positive Energie für diesen Neustart, dass wir das schaffen werden“.

Gut sei jetzt auch, dass man eine zweite Mannschaft habe. Es werde möglicherweise aber etwas länger dauern, bis sich die gewünschten sportlichen Erfolge einstellen.

Götz spendet Blutplasma

Die erste Bewährungsprobe für die Schmid-Sieben steht bereits am 24. August mit dem Pokalspiel gegen den Zweitligisten Eintracht Hagen an. Bei dieser Begegnung muss die S3L auf einen weiteren Spieler verzichten – allerdings aus anderen Gründen. Tim Götz spendet wenige Tage vor dem Spiel Blutplasma für einen schwerkranken Menschen.

Tim Götz spendet wenige Tage vor dem Pokalspiel Blutplasma für einen schwerkranken Menschen. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Tim Götz spendet wenige Tage vor dem Pokalspiel Blutplasma für einen schwerkranken Menschen.

Über eine Blutbank wurde er als passender Spender ausfindig gemacht und erklärte sich sofort bereit, zu helfen. „Wir sind sehr stolz auf Tim“, betont Mark Wetzel. „Es ist ja keine Frage, dass es viel wichtiger ist, eventuell einem Menschen das Leben zu retten, als an einem Pokalspiel teilzunehmen“. Die ganze Spielgemeinschaft stehe hinter Tim Götz und bewundere seine Entscheidung, heißt es weiter.

Vorfreude in der Chefetage

Allen Widrigkeiten zum Trotz freut sich die S3L auf das Pokalspiel. „Das wird uns erster großer Auftritt in der Heinrich-Beck-Halle“, freut sich Geschäftsführer Alexander Stiehl. Er und sein Team arbeiten mit Hochdruck daran, dass bis zum Spiel alles steht. „Ganz schaffen werden wir das allerdings nicht“, räumt er ein.

Ob am 24. August dann wirklich alle Banner an der richtigen Stelle hängen, ist noch nicht sicher, aber auch nicht entscheidend. „Für uns ist das der erste Testlauf“, ergänzt Stiehl, „wir sehen dann, wie alles zusammenläuft und ob alles passt“. Wichtig sei vor allem, dass das Team mit ungebremstem Engagement und viel Spaß weiter am Ball sei. fran/fhe

Anwurf in der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen ist am Samstag, 24. August, um 20 Uhr. Karten für das Pokalspiel gibt es an der Abendkasse.