Die Verletztenliste der S3L wird nicht kleiner
Am Samstag in Gelnhausen fehlen laut Trainer Thorsten Schmid wieder acht von 18. Trotzdem wollen die Bergsträßer einen guten Drittliga-Start
Das erste Drittliga-Spiel wird für die S3L gleich ein harter Brocken. Noch immer ist die erste Herrenmannschaft personell deutlich unterbesetzt, im Kader fehlen von 18 Spielern immer noch acht wegen Verletzungen. Darunter auch Schlussmann Alexander Hübe sowie Yessine Meddeb im Rückraum – bei beiden hatte Coach Thorsten Schmid nach dem DHB-Pokalspiel gegen Zweitligist Eintracht Hagen (29:42) noch eine kleine Hoffnung, dass sie vielleicht doch in Gelnhausen antreten können. „Jetzt müssen wir das Beste daraus machen“, gibt sich der Trainer entschlossen.
In Gelnhausen wird schnell gespielt
Die Stimmung in der Mannschaft sei trotz des Verletzungspechs gut, alle freuen sich auf die kommende Spielsaison. Der Traditionsverein TV Gelnhausen spielt seit über 30 Jahren in der 2. oder 3. Handball-Liga und ist entsprechend gut aufgestellt. „Die leisten eine gute Nachwuchsarbeit und davon profitieren sie auch“, weiß Schmid. Entsprechend wird das Auswärtsspiel am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr alles andere als ein Spaziergang. „Gelnhausen hat viele junge Spieler, die halten über 60 Minuten ein hohes Tempo.“ Hinzu komme ein emotionales Publikum, das die Mannschaft immer wieder nach vorne peitsche.
Die Handballer aus Hessen haben dennoch Respekt vor der S3L: Der Saisonauftakt sei ein Kracher, heißt es auf deren Website, zu Beginn habe man mit der Mannschaft von der Bergstraße einen Top-Favoriten auf den Meisterschaftstitel zu Gast. Hohe Erwartungen und lobende Worte also im Vorfeld, denen die Jungs der neuen Spielgemeinschaft aus SG Leutershausen, TVG Großsachsen, SG Hohensachsen und TSG Lützelsachsen gerecht werden müssen. „Es wird nicht einfach sein, diesem Druck standzuhalten“, sagt der Coach, „wir werden sehen, ob wir das hohe Tempo halten können oder ob wir es zwischendurch rausnehmen müssen.“
Hoffnung auf Unterstützung
Gelnhausen sei hoch motiviert, aber die Jungs der S3L auch. „Wir werden alles geben, um uns gut zu verkaufen“, betont Schmid. Man müsse jetzt sehen, wo die Mannschaft stehe. Denn aufgrund der vielen Verletzungen sei die Vorbereitung auf die Saison auch nicht optimal gelaufen. „Wir konnten unsere Ziele nicht alle erreichen“, bedauert er. Umso wichtiger sei es auch, dass die Fans die Mannschaft unterstützen und am Samstag mit in die Kreisstadt Gelnhausen im hessischen Mainz-Kinzig-Kreis fahren. „Unterstützung können wir gut brauchen“, schmunzelt der Coach. Im ersten Pflichtspiel am vergangenen Samstag in der Beck-Halle hatte sich der Fan-Club jedenfalls lautstark wie eh und je gezeigt. Anwurf in Gelnhausen in der Rudi-Lechleidner-Halle ist am Samstag um 19.30 Uhr.
Die Gelb-Roten werden dann wohl in ähnlicher Aufstellung auflaufen wie gegen Hagen. Da hatten Lukas Gutsche, Tobias Schetters, Adis Lacic und Tile Schlafmann aus der zweiten Mannschaft sowie Standby-Rechtsaußen Max Schmitt ausgeholfen. Zum ersten Heimspiel der Saison erwartet die S3L die bergischen Panther. Anwurf in der Heinrich-Beck-Halle ist am 7. September um 19.30 Uhr. Dauerkarten gibt es in der Geschäftsstelle in Leutershausen. feh