Kreisoberliga: Enttäuschung beim Bierfest in Ober-Abtsteinach
Der FC Ober-Abtsteinach verliert sein Heimspiel vor 350 Zuschauern gegen die SSG Einhausen. Sogar 400 Zuschauer sind es beim Familiensportfest des SV Fürth, der es gegen den FV Biblis spannend macht.
Das Bierfest verdarb die SSG Einhausen gestern dem FC Ober-Abtsteinach gehörig. Die Gäste feierten vor 350 Zuschauern ihren ersten Saisonsieg, während die Enttäuschung beim FCO nach der 0:2-Niederlage groß war. Die Leistung der Ober-Abtsteinacher reichte nicht, um das Spiel noch einmal zu drehen – Chancen blieben Mangelware. Der erhoffte Sprung ins Mittelfeld klappte für den Aufsteiger nach der dritten Niederlage in Folge nicht.
Das Spiel begann verspätet, weil der Schiedsrichter den Sportplatz nicht fand. In der 32. Minute hatte Marroqui die Gäste nach einem Eckball von Gundolph in Führung gebracht. Auch das 0:2 fiel nach einem Eckball. Der FCO brachte den Ball nicht weg und Dominik Suthfeldt traf aus dem Gewühl. Das war die Entscheidung in der 72. Minute. Kurz zuvor hatte Steven Müller eine Zeitstrafe kassiert, sodass der FCO in Unterzahl war.
Torwart Wiegand fehlt
Ervin Beka hatte in der 27. und 31. Minute noch die besten Chancen für die Platzherren, die diesmal auf Stammtorhüter Tim Wiegand aus privaten Gründen verzichten mussten. Zudem verletzte sich Julius Hintenlang schon nach 20 Minuten und musste ausgewechselt werden.
FC Ober-Abtsteinach: Da Silva - Roth, Hintenlang (20. Staier), Weihrich, Hoppe, Brkic-Hotic (59. Krüger), Stang, Ervin Beka, Erak, Fath, Müller.
Tore: 0:1 Marroqui (32.), 0:2 Suthfeldt (72.).
Zuschauer: 350. Beste Spieler: keine/Marroqui. beg
Sportfreunde Heppenheim - KSG Mitlechtern 1:6
Wer zu spät zum Zuschauen kam, der hatte Pech. Mit drei Treffern binnen der ersten sieben Minuten sorgten beide Teams für einen torreichen Auftakt. Die Gäste nutzten zwei Fehler im Aufbauspiel der Kreisstädter und gingen durch einen Blitzdoppelschlag von Felix Hohrein in Führung (3./5.). Albin Mecini verkürzte auf 1:2 (7.). „Der Gegner ist trotz des frühen Nackenschlages in den ersten 45 Minuten immer besser ins Spiel gekommen und hat uns zunehmend vor Probleme gestellt“, sagte KSG-Trainer Ronny Sauer. Pascal Eisele erhöhte kurz vor der Pause dann doch wieder auf 3:1 (43.). Für den zweiten Durchgang hatte sich Mitlechtern vorgenommen, sich verstärkt auf das Verteidigen zu konzentrieren und über schnelles Umschaltspiel Fehler des Gegners zu bestrafen. Sauers Taktik war erfolgreich, was insbesondere der Treffsicherheit Steffen Schmitts zu verdanken war. Er machte per Doppelschlag den Sieg klar (48./62.). Nach dem 5:1 sei der Wille des Gegners schließlich gebrochen gewesen, so Sauer, der seiner Truppe einen aufgrund der Leistung in der zweiten Hälfte verdienten Sieg bescheinigte. Schmitt krönte seine Leistung und erzielte mit einem Strafstoß in der 68. Minute einen Hattrick. Clemens Kilian war gefoult worden. Die KSG hat sieben Zähler in den vergangenen drei Partien gesammelt, die Sportfreunde sind noch ohne Punkte. uf
KSG Mitlechtern: Fechler, Bitsch, Klein, Tremper, Müller, Eisele, Hohrein, Schmitt (74. Müller), L. Schneider (72. Filler), J. Schneider, Dippel.
VfL Birkenau - SV Unter-Flockenbach II 3:3
„Das war unsere bislang schlechteste Saisonleistung“, sagte Andreas Tschunt, Sportlicher Leiter des Fußball-Kreisoberligisten VfL Birkenau, nach dem 3:3 (1:1) zu Hause gegen den SV Unter-Flockenbach II. Es war der nächste kleinere Rückschlag für die Birkenauer nach der 0:1-Niederlage am Mittwoch bei Meisterschaftsaspirant Eintracht Bürstadt.
Birkenau blieb vor 100 Zuschauern hinter den Erwartungen zurück, offenbarte kaum Laufbereitschaft, leistete sich einfache Fehler und nahm die Zweikämpfe nicht an. „Wir können es definitiv besser“, sagte Tschunt und musste nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit einräumen: „Ein Sieg für den SVU wäre nicht unverdient gewesen.“ Mit Bürstadt habe man sich ein Spiel auf Augenhöhe geliefert, gegen Unter-Flockenbach war die Enttäuschung beim VfL umso größer. Das 0:1 handelte sich der VfL nach einem laut Tschunt katastrophalen Fehlpass ein, das 1:1 von Florian Frölich nach einem Freistoß war dafür sehenswert. Das 2:1 von Niklas Halblaub fiel über Umwege nach einem Eckball. „Beim 2:2 haben wir uns selbst geschlagen“, sagte Tschunt zum Dribbling seines Keepers. Beim 2:3 nach einem Sechzehnmeterfreistoß war der Torwart aber chancenlos. Das 3:3 nach einem Elfer von Frölich in der Nachspielzeit muss schließlich als glücklich bezeichnet werden.
VfL Birkenau: Roßmann, Kevin Tschunt (33. Wolk, 67. Pfahl), Becker, Schäfer, Heckmann, Morr, Jan Luka Tschunt, Niklas Halblaub, Frölich, Möck (77. Andre Halblaub), Hick.
SV Unter-Flockenbach II: Urbanek, Mark Mayer, Adamek, Arnold (65. Ekin), Cooper, Lobo, Melvin Schmitt, Jan Mayer, Raffael Schmitt, Scott (58. Süzer), Cezane.
Tore: 0:1 Scott (25.), 1:1 Frölich (33.), 2:1 Niklas Halblaub (49.), 2:2 Adamek (71.), 2:3 Cezane (87.), 3:3 Frölich (90.+3., Foulelfmeter).
FC Groß-Rohrheim - FC Fürth 2:4 (1:1)
Es war eine wackelige Angelegenheit für die Odenwälder auf ungewohntem, stumpfem Naturrasen und mit einem zähen Widersacher. Die entscheidenden Tore fielen spät: In der 93. Minute erzielte Nils Arras das 3:2 für die Gäste, Luca Sielmann legte zwei Minuten später nach. Sielmann wurde zum Matchwinner, denn der Fürther wurde in der 85. Minute eingewechselt und lieferte auch die Vorarbeit zum 3:2. „Das war ein Glücksfall“, sagte Fürths Co-Trainer Frank Poth.
Marcel Eckhardt erzielte in der 9. Minute das 1:0 aus schier unmöglichem Winkel für die Gastgeber. Fürth rannte lange dem Rückstand hinterher, ehe Amir Duric ausglich (29.). Lucas Oppermann verwandelte einen Strafstoß zum 2:1 (75.), doch die Gastgeber waren noch nicht geschlagen. Alaa Alhamo gelang in der 81. Minute das 2:2. Die Schlussphase wurde hektisch, jedoch mit glücklichem Ende für den FC Fürth.
FC Fürth: Kempf, Wogawa, Gehbauer, Orhan (46. Krieger), Nerabi, Arras, Oppermann, Gärtner, Turzer, Duric (60. Gensel), Rixecker (85. Sielmann).
Tore: 1:0 Eckhardt (9.), 1:1 Duric (29.), 1:2 Oppermann (75., Foulelfmeter), 2:2 Alhamo (81.), 2:3 Arras (90.+2), 2:4 Sielmann (90.+5).
Zuschauer: 100. - Beste FCF-Spieler: Arras, Gehbauer. jaz
SV Fürth - FV Biblis 5:3
Tolle Kulisse, viele Tore: Der SV Fürth weiß, wie Sportfeste gehen. Im Kreisoberligaspiel gegen den FV Biblis auf dem Familiensportfest des Vereins boten beide Teams gut 400 Zuschauern – unter ihnen viele Mitglieder der SV-Jugendmannschaften und deren Eltern – spannende und torreiche Unterhaltung. Die Fürther wahrten mit einem 5:3-Sieg ihre weiße Weste.
Die Gäste hatten aber den besseren Start, denn Spielertrainer Schnitzer verwandelte einen Foulelfmeter zur Führung (21.). Robin Weber glich schnell aus (26.). Die konsequent und energisch dagegenhaltenden Bibliser hatten auch nach dem Kabinengang den besseren Start, als Schnitzer zum zweiten Mal erfolgreich war (53.). Eine Niederlage kam für den SV Fürth an diesem Tag nicht in die Tüte. Das dachten sich Björn Kabel, der zum erneuten Ausgleich traf, und auch Chris Diefenbach, der die Partie vom Strafstoßpunkt drehte (66./FE/68.). Doch der Doppelschlag sollte nicht genug gewesen sein. Wieder war Schnitzer im entscheidenden Moment für die Gäste zur Stelle (73.). Nicolas Schumacher und Chris Diefenbach brachten den Erfolg für die Fürther aber schließlich in trockene Tücher (78./87.).
„Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Markus Stephan, Vorsitzender des SV, der sich sowohl über eine gelungene Feier, aber auch über die drei Punkte und einen verdienten Sieg freute. Das sei der konsequenten Umsetzung des Spielplans von Trainer Jochen Ingelmann zu verdanken. Alleine die Chancenverwertung sei an diesem Tag verbesserungswürdig gewesen. Ein besonderes Lob zollte Stephan dem Bibliser Keeper Morweiser, der etliche gute Chancen parierte.
SV Fürth: Hummel, Geissinger, Vucic, Dolicanin, Schumacher, C. Diefenbach, Kabel, Weise, Weber (36. Tilki), Marksteiner (73. Behrmann), N. Diefenbach (63. Karaagac).
ET Wald-Michelbach II - TV Lampertheim 2:1
Die drei Punkte hat Fußball-Kreisoberligist Eintracht Wald-Michelbach II im Spiel gegen den TV Lampertheim zwar eingeheimst, zufrieden war im Lager der Überwälder nach dem knappen 2:1 (2:1)-Erfolg aber niemand. „Das war eine Hängepartie, die für alle Beteiligten dann doch eher enttäuschend war. Gerade die zweite Halbzeit war extrem unbefriedigend, da hätte für uns deutlich mehr herauskommen müssen“, bilanzierte ETW-Pressewart Lothar Strusch.
Dass es am Ende dann aber doch zum Sieg reichte, ist Patrik Babic zu verdanken. Der Stürmer war einer der wenigen Lichtblicke im Spiel der Verbandsligareserve und veredelte seine gute Leistung gleich mit beiden Wald-Michelbacher Toren. In der 19. Minute war Babic das erste Mal zur Stelle. Er erkämpfte sich den Ball, tunnelte seinen Gegenspieler und schloss schließlich flach ins rechte Eck ab. Wie aus dem Nichts kamen aber die Spargelstädter in der 37. Minute zum Ausgleich. Eine flache Hereingabe von links von Höhe der Eckfahne fand in David Gerber einen dankbaren Abnehmer. Doch noch vor der Pause kamen die Platzherren zur neuerlichen Führung. Diesmal bewies Babic seinen Torriecher, als er goldrichtig stand, nachdem TVL-Schlussmann Roos einen Maaß-Schuss nur abklatschen konnte. Babic staubte aus kurzer Entfernung ab (42.).
„Wir waren zwar spielerisch klar überlegen, was wir aber nicht für uns nutzen konnten. Man muss froh sein, nicht noch den Ausgleich bekommen zu haben“, so Strusch.
Eintracht Wald-Michelbach II: Kollmann - Beisel, Maaß, Pressler (77. Ahmed), Jöst, Marx, Ihrig, Schröder, Reeg, Babic, Gojani.
Tore: 1:0 Babic (19.), 1:1 Gerber (37.), 2:1 Babic (42.).
Beste Spieler: Babic - Santangelo. Zuschauer: 80. gie