Fußball

Lukas Rupp kommt nach Hause

Der Weinheimer Fußball-Profi wird wieder in seiner Heimatstadt leben. Bei Regionalliga-Aufsteiger VfR Mannheim wird er eine Führungsrolle übernehmen.

Lukas Rupp, hier noch im Trikot des Klub KSV Hessen Kassel, wird künftig den VfR Mannheim in der Regionalliga verstärken. Foto: KSV Hessen Kassel
Lukas Rupp, hier noch im Trikot des Klub KSV Hessen Kassel, wird künftig den VfR Mannheim in der Regionalliga verstärken.

Mannheim. Lukas Rupp ist wieder daheim. Zumindest ist der Fußball-Profi verdammt nah dran an seiner Heimatstadt Weinheim, wo er im Musikerviertel jetzt auch sein neues Haus beziehen kann. Der 35-jährige Mittelfeldmotor ist erster Zugang des Neu-Regionalligisten VfR Mannheim, wird dort das Vergnügen mit dem ehemaligen Trainer der TSG 1862/09 Weinheim Marcel Abele haben. Rupp, der einst in Weinheim seine Karriere startete, bringt die Erfahrung von 137 Bundesliga, 41 Zweitliga- und 31 Premier-League-Spielen für Norwich City mit.

In der Heidelberger Bahnstadt hat Lukas Rupp den Wasserturm vorm Verfall gerettet und mithilfe seines Bruder zu einem Restaurant ausgebaut. Foto: Rupp
In der Heidelberger Bahnstadt hat Lukas Rupp den Wasserturm vorm Verfall gerettet und mithilfe seines Bruder zu einem Restaurant ausgebaut.

Zuletzt spielte der beim Karlsruher SC ausgebildete Anführer beim künftigen VfR-Ligarivalen KSV Hessen Kassel, der ihm allerdings zunächst kein Angebot mehr vorgelegt hatte. Eine Personalie, die bei den Kasseler Fans für viel Unmut gesorgt hatte, schließlich hatte sich Rupp in nur kurzer Zeit als Führungsspieler etabliert und auch formuliert, diese Aufgabe mit einer ambitionierteren Mannschaft weiterführen zu wollen.

Allerdings hatte sich der Verein anders entschieden und dies nach neu aufkommenden finanziellen Mitteln in einer zweiten Verhandlungsrunde versucht wider rückgängig zu machen. Da hatte sich der Weinheimer aber mittlerweile anders entschieden.

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Rupp: „Werde alles auf dem Platz lassen“

„Ich freue mich sehr, heute hier zu sein und noch einmal die Möglichkeit zu haben, nahe meiner Heimat Fußball spielen zu dürfen“, sagte Rupp bei seiner Vorstellung. „Ihr könnt euch sicher sein, dass ich alles auf dem Platz lasse, um unsere Ziele zu erreichen. Ich kann es kaum erwarten, euch alle hier begrüßen zu dürfen und auch meine Mannschaft kennenzulernen.“ Die hatte sich nach der erfolgreichen Aufstiegsrelegation direkt auf nach Mallorca gemacht, Rupp verbrachte ein paar Tage in Andalusien.

Inzwischen Restaurant-Besitzer

Der Mann, auch Besitzer des Heidelberger Wasserturms, in dem inzwischen ein Restaurant betrieben wird, kam über die Stationen Karlsruher SC, Borussia Mönchengladbach, SC Paderborn, VfB Stuttgart und TSG 1899 Hoffenheim in die englische Premier League. Von dort aus ging es für den ehemaligen U20-Nationalspieler, dessen Vater Franz lange Spieler und Trainer der SG Leutershausen in der Handball-Bundesliga war, zu Aris Thessaloniki nach Griechenland. 2024 holte ihn der KSV Hessen Kassel zurück nach Deutschland.

Auch VfR-Kapitän verlängert

Dass es zum Ausklang seiner Karriere noch einmal in die Heimat gehen würde, hatte sich Lukas Rupp erhofft. Zusammen mit Kapitän Alexander Esswein, dessen Vertrag beim VfR verlängert wurde, ist er der zweite Mann mit Bundesliga-Profi-Erfahrung im Abele-Team. Die im letzten Jahr nach Mannheim gewechselten Torhüter Luca Pedretti, Stürmer Shaban Veselaj, Mittelfeldmann Sven Mende sowie Christoph Becker, Isaac Okwubor werden den Aufsteiger in die Regionalliga Südwest dagegen wieder verlassen.