Personaltausch bei S3L: Weindl geht, Bitz kommt
Spielmacher hatte sich bei Saase3Leutershausen mehr Einsatzzeit erhofft. Künftig verstärkt er einen Nachbarn
Hirschberg. "So ist das eben im Sport“, kommentiert Mark Wetzel, der Sportliche Leiter von Handball-Drittligist S3L. Der eine kommt, der andere geht. Hannes Weindl verlässt die Spielgemeinschaft, bleibt aber in unmittelbarer Nachbarschaft. Bei der SG Heddesheim wird er viele bekannte Gesichter treffen und eine neue sportliche Heimat finden. Das ist zumindest seine Hoffnung. Er kam zuletzt in der ersten Herrenmannschaft nicht so zum Einsatz, wie er sich das gewünscht hatte. Bei Regionalligist Heddesheim hofft er nun auf deutlich mehr Spielanteile. „Ich glaube, dass ich hier schnell ankommen werde und die Mannschaft gut unterstützen kann.“
Der junge Handballer mit der Nummer 19 spielte in der letzten Saison hauptsächlich in der ersten Mannschaft, hin und wieder half er bei den Herren II aus. Zuvor spielte er drei Jahre beim TVG Großsachsen. „Natürlich tut es uns leid, ihn gehen zu lassen, Hannes hat nach dem Zusammenschluss in der ersten Saison der S3L eine sehr gute und wichtige Rolle gespielt“, betont Mark Wetzel, aber man wolle jungen Spielern keine Steine in den Weg legen. Der Spielvertrag wird Mitte November aufgelöst. Der 22-Jährige wird noch zweimal für die Herren II auf der Platte stehen, zunächst am Samstag in der Sachsenhalle gegen Lauterstein.
Kevin Bitz ist wieder fit
Doch damit nicht genug: Kevin Bitz kehrt zurück. Er spielte zuletzt bei der SG Leutershausen und wechselte dann zu den Hunters, dem TSB Heilbronn-Horkheim. Jetzt kehrt er nach Leutershausen zurück und damit zur Spielgemeinschaft S3L. Nach einer langwierigen Schulterverletzung löste er den Vertrag mit den Hunters auf. Seit einiger Zeit trainiert er bereits bei der S3L mit. „Das ist natürlich eine ganz große Freude“, jubelt Mark Wetzel, über die hohe Spielqualität von Kevin Bitz brauche man ja nicht zu reden. Er sei immer einer der Leistungsträger bei der SGL gewesen, einer, der gute Entscheidungen treffe und Verantwortung übernehme. Kevin Bitz unterschreibt zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende, danach werde man weitersehen, heißt es. Seine Schulterverletzung ist auskuriert.
Heimspieltag am Samstag
Am vergangenen Wochenende unterlag die S3L dem HC Erlangen II mit 33:38, diese Scharte will der Handball-Drittligist nun gegen den TV Erlangen-Bruck im Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr wieder ausmerzen. Ein Aufsteiger mit Ambitionen und eine unbequeme Mannschaft, weiß S3L-Trainer Florian Taafel. „Vor allem in der Abwehr müssen wir wieder Stabilität reinbekommen.“ Der Kader ist dafür jedenfalls gut aufgestellt. Möglicherweise kommt auch Fabian Schwarzer früher zurück als gedacht. Von den Herren II rückt wieder Simon Spilger „nach oben“, während Jan Knaus bei den Herren II mitspielt, die bereits um 17.15 Uhr in der Sachsenhalle ihr Oberliga-Heimspiel bestreiten.
S3L II vor schwerer Heimaufgabe
In Langenau/Elchingen durften die Herren II von S3L wieder einmal die bittere Erfahrung machen, dass ein Handballspiel eben 60 und nicht nur 50 Minuten dauert. Der zehnminüte Blackout, den die Mannschaft von Timo Baumann in der Pflegehofhalle hatte, wirkte auch noch am Sonntag beim Trainer nach. „Ich musste das erst einmal sacken lassen und habe mir das dann nochmal in Ruhe angeschaut“, so der Coach. Da gab es einiges zu sehen, denn aus einer Drei-Tore-Führung wurde innerhalb von zehn Minuten eine Acht-Tore Niederlage. Auch wenn Handball ein sehr schneller Sport ist, so etwas ist selten. Der Druck ist mit der Niederlage und nun 4:10 Punkten nicht kleiner geworden. Momentan ist S3L II als Drittletzter in akuten Abstiegsnöten.
Hoffnung auf Unterstützung
Gegner am Samstag um 17.15 Uhr in der Sachsenhalle ist die SG Lauterstein. Die ist nach der Niederlage im Topspiel gegen den TV Flein in das Mittelfeld der Tabelle gerutscht, möchte die verlorenen Punkte aber schnellstens wieder zurückholen, um oben dranzubleiben. Alles andere also als eine leichte Aufgabe für S3L, denn die Favoritenrolle scheint klar. Doch im jüngsten Heimspiel gegen Flein zeigten die Bergsträßer, dass sie auch gegen die Topteams mithalten können, vorausgesetzt man spielt am oberen Limit. Die SG setzt einen Fanbus nach Großsachsen ein. Umso schöner wäre es, wenn genügend heimische Fans ihr Team in der Sachsenhalle unterstützen. feh/hm