Die S3L beißt sich gegen Hanau durch
Saase3Leutershausen entscheidet ein umkämpftes Spiel mit 32:30 für sich und kann sich dabei vor allem auf den Rückraum und Keeper Ullrich verlassen
Angefeuert von fast 500 Zuschauern, darunter rund 100 Fußballer aus Hohensachsen, Lützelsachsen und Leutershausen, feierte Saase3Leutershausen am Sonntagabend einen knappen, aber dennoch verdienten 32:30-(16:14)-Heimsieg gegen die HSG Hanau. „Absolut notwendige Unterstützung“, wie S3L-Trainer Thorsten Schmid befand.
S3L - Hanau 32:20
Saase3Leutershausen: Ullrich, Schlafmann (bei drei Siebenmeter), Schreiber (6), Bauer (2), Krämer (2), Seitz (1), Kessler (2), Schetters (3), Weindl (7), Burkard, Spilger, Keller (8).
HSG Hanau: Khan, Gronostay (ab 53.); Ritter (1), Hein (3), Gerst (1), Jusys, Scharriär, Rivic (6), Bergold (8/4), Gernoth, Scheifer (7), Fulda (1), Surblys (2), Hüttmann (1).
Paraden: Ullrich 13 - Khan 6, Gronostay 2.
Zuschauer: 500.
Besonderes Vorkommnis: Disqualifikation Fulda (33.)
Beste Spieler: Weindl, Ullrich - Schiefer.
Mit einer fast alternativlosen und neu formierten Rückraumachse, bestehend aus Leon Keller, Dauerbrenner Sven Schreiber und Hannes Weindl, startete Schmids Team und bekam durch die vielen Ausfälle über die kompletten 60 Minuten nur wenig Entlastung durch Bastian Seitz und den reaktivierten Luca Bauer. In der engen Schlussphase blieb dieses Trio trotzdem abgezockt und sicherte der S3L den zwölften Saisonsieg. Beste Werfer des Heimteams waren folgerichtig Leon Keller mit acht und Hannes Weindl mit sieben Treffern.
Rote Karte für die Gäste
Bei den Gästen trafen Maximilian Bergold und Cedric Schiefer am besten. Letzterer stellte die Deckung der S3L, vor allem in der zweiten Halbzeit, vor große Probleme. Nach einer äußerst fairen ersten Halbzeit, in der der Gastgeber es mehrfach verpasste, den Hanauern entscheidend davonzuziehen, wurde es in Durchgang zwei direkt von Beginn an hitziger. Zuerst kassierte Fabian Schwarzer eine Zeitstrafe, dann sah sich das Schiedsrichtergespann Czommer/Müller nach einem harten Kontakt in der Luft von Julian Fulda gegen Leon Keller gezwungen, glatt Rot zu zeigen.
Seitz traf direkt in seinem ersten Angriff zum 21:17 (38.) und setzte danach Kreisläufer Niklas Krämer schön in Szene. Insgesamt ging über Krämer und die Außen aber wenig, das Erfolgsrezept der Schmid-Sieben blieben auch in Halbzeit zwei: Würfe aus der Distanz. Die drei großgewachsenen Rückraumakteure ließen dem Hanauer Schlussmann Saad Khan bei ihren Versuchen selten eine Chance. Unnötige technische Fehler der S3L und ein gut aufgelegter Cedric Schiefer hielten die HSG aber im Spiel. Trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung gelang den Gästen in der 48. Minute das 25:25. Es war das erste Unentschieden nach dem 7:7 in der 13. Minute.
Sebastian Ullrich überzeugt
Der befürchtete Momentumswechsel kam mit dem Ausgleich aber nicht zustande. Sebastian Ullrich bekam, nach zwischenzeitlicher Schwächephase, wieder mehr zu fassen und ein Doppelschlag von Tobi Schetters in Überzahl brachte wieder eine Drei Tore-Führung. Die Gäste aus Hanau bewiesen aber Kämpfer-Qualität: Vier Minuten vor Ende brachte David Rivic sein Team auf 30:29 heran. Ein weitere S3L-Ballverlust gab dem gegnerischen Team die Chance auf den Ausgleich. Sebastian Ullrich wehrte den Wurf von Cedric Schiefer aber ab. Weindl und Keller, bis dahin fast durchgehend auf dem Feld, behielten im Folgenden einen kühlen Kopf und sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung. „Ganz großes Kompliment an meine Mannschaft, die trotz der hohen Belastung in der entscheiden Phase cool geblieben ist“ fand auch Thorsten Schmid.
Hannes Weindl, nach der schweren Verletzung von Tim Götz als Spielmacher mit viel Verantwortung ausgestattet, sah dies ähnlich. „Auch wenn wir übers Spiel hinweg viele Fehler gemacht haben, waren wir am Ende abgezockter als Hanau.“ Mit Blick auf die 3. Liga Tabelle der Staffel Süd-West, zeigt Saase3Leutershausen nach 18 Spielen auf Rang vier mit zwei Punkten Rückstand auf den Longericher SC.