Handball

SG Heddesheim sorgt für eine Demonstration im Topspiel

Die Frauen der SG Heddesheim lassen Verfolger HSG Walzbachtal alt aussehen. Doch Trainer Dojcak tritt die Euphoriebremse.

Im Oberliga-Topspiel hatte am Sonntag nur die SG Heddesheim Grund zum Jubeln. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Im Oberliga-Topspiel hatte am Sonntag nur die SG Heddesheim Grund zum Jubeln.

Heddesheim. Es war das Gipfeltreffen in der Frauenhandball-Oberliga. Doch auf Spannung hatten die Gastgeberinnen der SG Heddesheim keine Lust. Mit 31:20 (14:8) demontierte die Mannschaft von Trainer Branko Dojcak Verfolger HSG Walzbachtal und festigte damit die Tabellenspitze. Von einer Vorentscheidung im Titelrennen will der Coach jedoch noch nichts wissen. „Wir müssen noch nach Wiesloch, Birkenau und Rintheim – die Saison ist noch lang“, lässt sich Dojcak nicht aus der Ruhe bringen.

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Schließlich weiß er, dass seine Frauen immer für eine Überraschung gut sind. „Das war richtig stark heute und so nicht zu erwarten. Die Mannschaft war im Gegensatz zur vergangenen Woche, als sie gerade so bei Schlusslicht Nußloch gewonnen hat, nicht wiederzuerkennen.“

Stabile Abwehr als Faktor

Die SGH-Frauen starteten gut, hatten mit einer starken Abwehr wenig Gnade mit den Gästen, die zuletzt die HSG Weinheim/Oberflockenbach beim 30:13 deklassiert hatten. Selina Pugar und Britta Butschek hielten, flankiert von Alina Holzer und Kathrin Scheiner, das Deckungszentrum dicht und konnten sich dahinter auf die einmal mehr starke Annika Schlechter verlassen. Letztmals eng wurde es beim 9:7 (20.) durch Walzbachtals Mia Lang, danach sorgte Sarah Vetter mit einem Dreierpack und die am Ende elfmal erfolgreiche Alina Holzer mit dem 14:7 binnen sechs Minuten schon für die erste Schockstarre der Gäste.

Auch im zweiten Durchgang spielten die Heddesheimer überlegt, Walzbachtal kam lediglich dann zum Zug, wenn sich im Heddesheimer Angriff einer der wenigen technischen Fehler einschlich. Am Ende versuchten es die Gäste mit einer offenen Deckung. Weil die SGH aber, angeführt von der starken Selina Pugar, die Verantwortung nach dem Ausfall von Maike Korn (Kreuzbandriss) auf viele Schultern verteilte und die Außen, allen voran Youngster Catrisha-June Dielmann, traumhaft sicher trafen, kam der Kantersieg im Topspiel zustande, in dem sich nur eine Mannschaft in Topform zeigte. AT

SG Heddesheim: Schlechter; Knaub (ab 57.); Dielmann (8), Hildenbrand (3), Pugar (2), Holzer (11/5), Knödler, Bender, Scheiner, Hörl, Butschek (1), Gedik, Vetter (6), Francis.