Steffen Piffkowski macht Schluss
Frauentrainer der Handball-Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen, gibt sein Amt zum Saisonende ab
Steffen Piffkowksi, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen der S3L, wird sein Amt nach der Saison niederlegen. Vor anderthalb Jahren kam er zum Damenhandball noch Hirschberg und schrieb seitdem eine Erfolgsgeschichte. Sowohl die Damen 1 in der Verbandsliga als auch die Damen 2 in der Landesliga stehen mittlerweile jeweils an der Tabellenspitze. Im August hatte er noch ein Damenturnier veranstaltet, das aufgrund seiner hochkarätigen Besetzung seinesgleichens in der Region sucht. Trotzdem macht er Schluss.
Vor allem bei „seinen Mädels“ ist die Bestürzung groß. „Trainer, wir wollen Dir den Titel schenken“ – so die erste Reaktion der Damen, die damit ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen wollen. Am Dienstag hatte er seine Mannschaft informiert. „Beruflich werde ich nächstes Jahr noch stärker eingespannt sein, außerdem möchte ich mehr Zeit mit meinem Kleinen verbringen“, sagt der ehemalige Landestrainer und Familienvater aus Heddesheim.
Frühe Bekanntgabe
„Mir war es wichtig, den Rücktritt zum Saisonende so früh wie möglich bekannt zu geben, damit die S3L Zeit genug hat, einen guten Nachfolger zu finden.“ Piffkowski (Bild: S3L) will sich an der Suche nach einer geeigneten Nachfolge beteiligen. Bereits mit 21 Jahren machte der jahrelang selbst aktive Handballer seinen Trainerschein. Er trainierte die Damen des TSG Mainz-Bretzenheim in der 2. Liga und war über zehn Jahre beim TSV Birkenau für den weiblichen Bereich verantwortlich. Nicht zuletzt seinem Netzwerk ist der qualitativ hochwertige Kader zu verdanken.
„Wir bedauern diese Entscheidung natürlich sehr“, sagt Tobias Brahm, bei der Spielgemeinschaft Sportlicher Leiter für den Damen- und Jugendbereich. Gleichzeitig habe man Verständnis, Familie und Beruf gingen im Zweifelsfall vor. „Wir finden es aber sehr fair, dass Steffen jetzt Bescheid gegeben hat.“ Piffkowski wünscht sich neben dem sportlichen Erfolg, dass die Damen im Konstrukt S3L künftig die Beachtung finden, die ihnen zusteht. Die im Schnitt über 100 Zuschauer haben das längst erkannt. feh/AT