Tennis

TC 02 macht es zum Start gleich zweimal spannend

Weinheim startet mit einer knappen Niederlage und einem genauso engen Sieg in die Badenliga-Saison

Noah Zeiger ist jüngster Spieler im Dress des TC 02 Weinheim und sorgte gestern gleich für einen Auftaktsieg. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Noah Zeiger ist jüngster Spieler im Dress des TC 02 Weinheim und sorgte gestern gleich für einen Auftaktsieg.

Es war ein überaus spannendes Auftaktwochenende für die erste Herrenmannschaft des TC Weinheim 1902 in der Badenliga: Mit dem TC Wolfsberg Pforzheim am Samstag und dem TC Markdorf am Sonntag waren zwei stark besetzte Teams zu Gast auf der Anlage an der Breslauer Straße. Am Ende standen eine unglückliche Niederlage und ein knapper umjubelter Sieg zu Buche.

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Die Pforzheimer reisten mit einer Mannschaft an, die zum überwiegenden Teil aus erfahrenen Bundesligaspielern bestand. Nach den Niederlagen von Tim Heger, Moritz Hoffmann und Etienne Lutz stand es ernüchternd 0:3 aus Weinheimer Sicht. Dabei hatten die TC02ler durchaus gut gespielt. Dann schlug die Stunde vom Weinheimer Kroaten Vito Tonejc, der ein herausragendes Match spielte und die Nummer 1 der Pforzheimer, Johann Willems, in zwei Sätzen bezwang.

Ausgeglichen nach den Einzeln

Torben Steinorth an Position drei und Leon Huck an fünf machten es spannender. Steinorth kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz zurück ins Match und besiegte den auf dem Papier favorisierten Justin Schlager im Matchtiebreak mit 10:6. Huck tat es ihm nach, verlor Durchgang eins gegen Joan Crespo, fand dann auf die Erfolgsspur und sorgte mit 6:1 und 10:5 für den 3:3-Ausgleich nach den Einzeln.

Während Tonjec/Steinorth ihr Doppel klar gewannen, hatten Hoffmann/Huck überraschend deutlich das Nachsehen. Also musste es das Zweier-Doppel richten: Tim Heger und Etienne Lutz verloren Satz eins, zeigten dann großartigen Kampfgeist und holten sich den zweiten Durchgang. 4:2 und 8:6 führte das Weinheimer Duo bereits im alles entscheidenden Championstierbreak, dann wendete sich das Blatt: Die Gegner machten vier Punkte in Folge und sorgten so für den 5:4-Sieg für die Gäste. Die Enttäuschung auf Weinheimer Seite war groß.

Der Jüngste legt vor

Mit leicht veränderter Mannschaft ging es am Sonntag gegen die Gäste vom TC Markdorf. Auch diese Begegnung war nichts für schlechte Nerven. Während an Position sechs mit Noah Zeiger der Jüngste im Team des TC 02 nach anfänglichen Problemen souverän aufspielte und nervenstark den Championstiebreak mit 10:7 für sich entschied, fehlte seinen Kollegen an den Positionen zwei und vier das nötige Quäntchen Spielglück.

Hegers Missgeschick zur Unzeit

Huck sah nach gewonnenem ersten Satz bereits wie der Sieger aus, dann riss der Faden und er verlor. Der Student hatte ein wenig mit der Umstellung vom Hartplatz beim College-Tennis in den USA auf Sandplatz und mit dem böigen Wind zu kämpfen. Tim Heger lieferte sich ein spannendes Duell mit Alexander Sadecki: 7:6, 6:7 stand es nach den ersten beiden Sätzen. Auch hier musste der Matchtiebreak die Entscheidung bringen. Heger lag mit 9:8 vorne, hatte Matchball. Den folgenden Ballwechsel brach er ab, weil er dachte, der Ball sei platt – ein Phänomen, das an beiden Tagen übrigens immer wieder passierte –, doch leider stellte sich heraus, dass der Ball intakt und stattdessen gleich zwei Saiten vom Schläger des Weinheimers gerissen waren – der Punkt ging an Markdorf. Noch einmal hatte Heger Matchball, doch sein Gegenüber parierte gut und nutzte wenig später nach über drei Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball.

Vito Tonejc hatte gegen den Bundesliga erfahrenen Schweizer Sandro Ehrat nur wenig Chancen und verlor. Moritz Hoffmann machte mit Rene Schulte, der einst unter anderem für BASF Ludwigshafen in der Bundesliga spielte, kurzen Prozess und beeindruckte bei seinem klaren 6:2, 6:1-Sieg. Etienne Lutz sorgte mit seinem Zweisatzsieg für die Wiederholung der Ausgangsposition vom Vortag.

Doppel bewahren die Nerven

Wieder mussten also zwei Doppelsiege her, um die Begegnung siegreich zu gestalten. Und diesmal klappte es: Vito Tonejc und TC 02-„Urgestein“ Daniel Müller, der für Lutz kam, siegten klar. Hoffmann/Huck hatten das Match im ersten Satz souverän im Griff, die Zuschauer sahen immer wieder sehr ansprechende Ballwechsel. Auf dem Centercourt deutete sich bereits an, dass Heger/Zeiger des schwer haben würden.

Der Kapitän ist zufrieden

Noch einmal mussten die Weinheimer zittern, als Hoffmann/Huck den zweiten Satz abgaben. Im Championstiebreak warfen die beiden noch einmal all ihr Können und ihren Kampfgeist in den Ring und ließen Mannschaftskameraden und Zuschauer beim 10:3 jubeln. Da machte es auch nichts mehr, dass Heger/Zeiger nach starkem Spiel verloren. Mit 5:4 siegte Weinheim.

Kapitän Kevin Lampert zeigte sich zufrieden mit der Leistung und vor allem mit dem Teamgeist der Weinheimer Herren. Am kommenden Sonntag geht es an den Bodensee zum TC Überlingen. Das Wochenende darauf wird von zwei Derbys geprägt – samstags bei TK GW Mannheim und sonntags daheim gegen Leimen.