Handball

TSV-Frauen zeigen eine perfekte erste Hälfte

Birkenau überzeugt beim 31:21 gegen bis dahin unbesiegte HSG Walzbachtal mit starker Defensive und glänzender Torhüterin.

Hatte immer wenigstens eine Hand im Spiel: Birkenaus Torfrau Johanna Meyer, hier bei einer Parade beobachtet von Anne Havemann und Jacqueline Tines. Foto: Armin Etzel
Hatte immer wenigstens eine Hand im Spiel: Birkenaus Torfrau Johanna Meyer, hier bei einer Parade beobachtet von Anne Havemann und Jacqueline Tines.

Birkenau. Mit beeindruckender Abwehrleistung und einer überragenden Johanna Meyer im Tor feierten die Oberliga-Handballerinnen des TSV Birkenau in der Langenberghalle einen deutlichen 31:21-Erfolg über die bislang ungeschlagene HSG Walzbachtal. Damit setzte der TSV ein klares Ausrufezeichen in der noch jungen Saison.

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Die Gäste aus Walzbachtal reisten mit drei Siegen im Rücken als Topfavorit an, doch Birkenau ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man an diesem Tag ein Zeichen setzen wollte. Cheftrainerin Katharina Leinert sah eine konzentrierte Anfangsphase ihres Teams, das in den ersten neun Minuten lediglich zwei Gegentreffer – beide per Siebenmeter – zuließ. Aus dem Spiel heraus blieb Walzbachtal chancenlos oder scheiterte an der bärenstarken Johanna Meyer, die mit zahlreichen Paraden den Grundstein für eine frühe Führung legte. Mit einem furiosen 8:0-Lauf zog der TSV auf 14:3 davon. Erst in der 25. Minute gelang Walzbachtal der vierte Treffer, während Linn Gutsche kurz vor der Pause sehenswert aus dem Rückraum zum 17:7-Halbzeitstand traf.

Auf stabile Defensive ist Verlass

Nach dem Seitenwechsel brauchte Birkenau zwar fünf Minuten, ehe Josi Leinert das 18:9 erzielte, doch der Spielfluss blieb aufseiten der Gastgeberinnen. Walzbachtal konnte den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen, zu stabil stand die TSV-Abwehr, zu konzentriert agierte das Team im Rückzugsverhalten. Besonders treffsicher zeigte sich Danijela Rajic, die zunächst fünf Siebenmeter sicher verwandelte und später auch aus dem Feld erfolgreich war – insgesamt acht Treffer standen für sie am Ende zu Buche. Weder die Manndeckung gegen Linn Gutsche und Josi Leinert noch eine offensive Deckungsvariante brachten die Gäste entscheidend näher heran. Im Gegenteil: In den letzten zehn Minuten baute der TSV seinen Vorsprung wieder kontinuierlich aus. Sinnbildlich für die geschlossene Mannschaftsleistung war der letzte Treffer des Abends –erneut durch Danijela Rajic per Siebenmeter – zum 31:21-Endstand.

Cheftrainerin Leinert lobte die Mannschaft, richtete aber den Blick gleich wieder nach vorne: „Vor allem die ersten 30 Minuten war das beste Spiel, das ich von meiner Mannschaft seit Langem gesehen habe. Hier lief fast alles zusammen. Die Mädels haben sich diesen Sieg extrem verdient. Sie haben unser Konzept über weite Strecken vorbildlich umgesetzt und sich an Absprachen gehalten. Das macht Spaß zu sehen. Nichtsdestotrotz gibt es auch für diese Leistung nur zwei Punkte. Die Saison ist noch jung und nächste Woche kommt schon der nächste schwere Gegner. Für heute dürfen und sollen wir uns über diesen Sieg freuen. Ab Montag wird wieder gearbeitet“, sagte Leinert.

Dieser deutliche Erfolg gegen einen ambitionierten Gegner gibt Selbstvertrauen für die bevorstehende Aufgabe. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt SV Leonberg/Eltingen zum dritten Heimspiel in Folge in die Langenberghalle. Für diese Partie hofft man auf zahlreiche Zuschauer. pb

TSV Birkenau: Meyer, Bussek; Rajic (8), Leinert (6), Tines (5), Gutsche (4), Becker (3), Haas (3), Harbarth (1), Pfisterer (1), Falter, Hassel, Havemann, Knapp, Knogler.