Ziel der S3L III: die Jungs bei der Stange halten
Die Herren III von Saase3Leutershausen werden in der Verbandsliga mit einem Rumpfteam einen ganz schweren Stand haben. Die Führungsspieler fehlen
In den vergangenen drei Spielzeiten war der Verbleib in der Handball-Verbandsliga für die zweite Mannschaft des TVG Großsachsen schon ein Riesenerfolg. Jetzt, in der neuen Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen, dürfte es noch schwieriger werden, dieses Unterfangen ein viertes Mal zu wiederholen. Das liegt nicht nur an der neuen Ligastruktur, die im Handballverband Baden-Württemberg dazu führt, dass nur die jeweiligen Spitzenteams in den namentlich gleichen Ligen der Saison 2025/26 gesetzt sein werden. Hauptproblem der jetzigen S3L III (ehemals TVG II) ist der extrem dünn besetzte Kader.
S3L III 2024/25
Zugänge: Henning Bührer, Pghilipp Mayer (beide Herren IV), Oliver Oschatz (A-Jugend HG Oftersheim/Schwetzingen), Ami Thron (eigene A-Jugend).
Abgänge: Andi Nixdorf, Max Albrecht (Karriereende). Jannis Neuner, Frederik Schmitt (S3L II).
Der Kader: Tor: Nico Patermann, Magnus Fuhrer; Außen: Finn Sander, Dominik Götz, Lars Arendt, Philipp Mayer, Rückraum: Marc Homes, Ami Thron, Tim Lochbühler, Kreis: Henning Bührer, Oliver Oschatz.
Trainer: Herbert Fath (seit 2014).
Saisonziel: Weiterentwicklung der jungen Spieler.
Favoriten: HSG Walzbachtal.
„Ein Verbandsligaverbleib ist unter diesen Umständen eigentlich unmöglich“, sagt S3L-Trainer Herbert Fath. Der Großsachsener ist ein Saasemer Urgestein, seit der Saison 2014/15 für die zweite Mannschaft verantwortlich, zu früheren Oberliga-Zeiten Spielgestalter der ersten TVG-Mannschaft. Parallel zur zweiten Mannschaft trainiert Fath auch die D-Jugend. „Da läuft es gut und da liegt ja auch das Hauptaugenmerk der S3L.“ Dass die Herrenteams unterhalb des Drittliga-Teams für ihre Spielklassen qualitativ und quantitativ wohl zu schwach aufgestellt sein werden, war zum Regionalliga-Auftakt der S3L II am Samstag bereits zu erahnen.
Hilfe wird von allen Seiten gebraucht
„Man muss das realistisch einschätzen. Letztlich geht es draum, dass wir die jungen Spieler weiterentwickeln und schauen, dass die Jungs bei der Stange bleiben“. sagt Fath, der hofft, dass einige seiner Altgedienten wie Sebastian und Fabian Joerchel, Yannick Reidenbach, Laurenz Keil, Max Albrecht oder Andi Nixdorf ab und an doch noch aushelfen werden. An gestandenen Spielern stehen der S3L III letztlich nur noch Marc Homes und Tim Lochbühler zur Verfügung. Zu wenige Führungsspieler für die junge Truppe, die durch einige 17-jährige A-Jugendspieler und, so die Hoffnung von Fath, auch von den in die Herren II gerückten Benedict Grössl und Frederik Schmitt unterstützt werden soll. Auch Spielmacher Ami Thron kann und soll noch A-Jugend spielen. Jens Arendt stünde ab und an als Back up zur Verfügung.
„Da müssen wir durch. Wir müssen wahrscheinlich bei der Mehrzahl der Spiele schauen, dass die begegnungen nicht schon zur Pause entschieden sind“, sagt Fath, der dem Konstrukt S3L mit seiner Zusage für diese Saison eine Chance geben will. Um den Herrenbereich zu stärken und die Jugendspieler nicht zu überfordern, wird der Verein aber nachbessern müssen.