Verschanzt in Wohnhaus? Was nach Brand in Ingersheim ansteht
Ein Spezialeinsatzkommando ist nach einem Feuer in einem Mehrparteienhaus in Ingersheim im Einsatz. Ein Streit unter Mietern soll vorausgegangen sein. Viele Fragen sind offen.
Ingersheim (dpa/lsw) - Nach dem Großeinsatz in einem brennenden Mehrparteienhaus in Ingersheim nahe Ludwigsburg muss die Spurensicherung das Gebäude noch einmal unter die Lupe nehmen. Zudem werde wohl ein Fachmann die Statik überprüfen müssen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend. Für den Donnerstag kündigte er weitere Informationen zu dem Vorfall an. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Polizei ermitteln.
Ein verärgerter Mieter soll mit Brandsätzen das Feuer ausgelöst haben. Es soll nach weiteren Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch damit gedroht worden sein, Sprengsätze in dem Haus zu zünden. Grund sei ein Streit unter den Mietern gewesen. Die Polizei äußerte sich dazu auf Nachfrage nicht.
Gefahr gebannt – aber Brandwache über Nacht
Ein Spezialeinsatzkommando nahm laut einem Sprecher Kontakt zu dem Mann in dem Gebäude auf. Dieser habe das Haus schließlich freiwillig verlassen. Die Polizei habe ihn festgenommen. Es bestehe keine Gefahr mehr, sagte der Sprecher am Abend. Weil es am Dachstuhl wieder angefangen habe zu qualmen, sollte die Feuerwehr über Nacht eine Brandwache stellen.
Die Flammen hatten am Mittwochmittag den Dachstuhl eines Hauses im Ortsteil Kleiningersheim erfasst, der komplett ausbrannte. Rauchschwaden standen in der Straße, die von der Polizei gesperrt und gesichert wurde. Laut Polizei wurde mindestens ein Mensch verletzt.
Gebäude sicherheitshalber geräumt
Im Zuge des Brandes habe es eine Verpuffung im Haus gegeben. Aus Sicherheitsgründen seien mehrere Gebäude in der Straße geräumt worden.
Kleiningersheim ist neben Großingersheim der zweite Ortsteil der 6.400-Einwohner-Gemeinde Ingersheim. Die beiden Ortsteile liegen knapp drei Kilometer voneinander entfernt. In Kleiningersheim leben rund 1.500 Menschen.