Wie geht es mit der Mehrzweckhalle in Gorxheimertal weiter?
Am 6. Februar wird es unter anderem um die Mehrzweckhalle in Trösel gehen, denn die TG Jahn zeigt Interesse an einer möglichen Übernahme der Halle.
Gorxheimertal. Bereits am Dienstag, 4. Februar, startet die Sitzungsrunde in Gorxheimertal, wenn der Sozial-, Umwelt- und Bauausschuss (SUB) um 19.30 Uhr tagt (wir haben berichtet). Bereits am Donnerstag, 6. Februar, wird zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) der Gemeinde eingeladen. Der HFA trifft sich ebenfalls um 19.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses und wird sich mit einer prall gefüllten Tagesordnung beschäftigen. Dabei geht es unter anderem auch um die Mehrzweckhalle in Trösel, denn die TG Jahn Trösel hat Interesse an einer möglichen Übernahme bekundet.
Wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist, hat die TG Jahn im September des vergangenen Jahres lose angefragt, ob eine Übernahme und künftige Unterhaltung der Mehrzweckhalle, deren Eigentümerin die Gemeinde ist, durch den Verein generell möglich wäre und zu welchen Konditionen. So sei es der TG Jahn als ständigem Nutzer daran gelegen, die Halle – inklusive Kabinen – in einem guten Zustand zu erhalten, wie dem Antrag zu entnehmen ist.
„Ein gewisser Sanierungsstau“
Vorrangig werde das Interesse des Vereins darin begründet, dass „ein gewisser Sanierungsstau feststellbar sei und man in eigener Verantwortlichkeit einiges mehr auf den Weg bringen könne, beispielsweise unter Einbeziehung von öffentlichen Zuschüssen und Stiftungsgeldern“, was aus dem Protokoll des Gesprächs hervorgeht, das im November zwischen Gemeindevorstand, Ältestenrat und Vereinsvorstand geführt wurde.
Darin wurde unter anderem festgehalten: dass die Gemeinde aktuell vermutlich kein Interesse an der Veräußerung der Halle habe; dass die TG Jahn die Möglichkeit der Übernahme nicht ausschließe; dass Verein und Gemeinde keinen Kaufpreis zurufen können, denn auch baulicher Zustand und Sanierungsbedarf spielen eine Rolle; dass es immer wieder Abstimmungsbedarf bei der Ausführung notwendiger Sanierungen und derzeit keine schriftlichen Regelungen gebe. Außerdem solle eine Vereinbarung ausgearbeitet werden, die alle Rechte und Pflichten für beide Parteien regle. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, die Themen Veräußerung, Verpachtung und Nutzungsvereinbarungen aufzubereiten und zur ersten Sitzungsrunde vorzulegen, was am 6. Februar nun der Fall ist.
Detaillierte Auflistung
Die Sitzungsunterlagen beinhalten eine detaillierte Auflistung unter anderem zu künftigen Nutzungsvarianten – Übertragung, Eigentumserhalt der Gemeinde mit Neugestaltung der Regelungen im Rahmen eines Pachtvertrags/Erbbaupacht und Status quo – sowie vergleichenden Regelungen für Bürgerhaus und Vereinsliegenschaften. Auch haushaltsrechtliche Auswirkungen bei einer Veräußerung oder dauerhaften Verpachtung der Halle sind Teil der Ausführungen.
Grundlage für weitere Beratungen
Außerdem wird die Ausgangslage genauer beschrieben. So wurde die Mehrzweckhalle im Jahr 1973 gebaut. Der Bilanzwert für das rund 2.000 Quadratmeter große Grundstück und das Gebäude ist im Haushalt der Gemeinde aktuell mit einem Wert von 610.647 Euro bilanziert. Dabei handelt es sich um den Bilanzwert, der aktuelle Marktwert müsste über Wettbewerb ermittelt werden. Die Halle wird für Veranstaltungen – circa viermal im Jahr – und Übungsstunden genutzt. Die 13-seitige Sitzungsvorlage soll nun als Grundlage für weitere Beratungen über mögliche Beschlussvarianten dienen – zunächst in der HFA-Sitzung am Donnerstag. In der Ausschusssitzung werden sich die Mitglieder unter anderem auch mit der Beschlussempfehlung des Gemeindevorstands beschäftigen: einer Verpachtung der Mehrzweckhalle an die TG Jahn Trösel über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren unter der Verpflichtung, dass der Pächter sämtliche Betriebs- und Unterhaltungsaufwendungen während der Vertragslaufzeit trägt.
Außerdem werden sich die Mitglieder des HFA mit dem Nachtragshaushalt 2024 beschäftigen sowie mit dem Inkrafttreten des Haushalts 2025.
Ebenso steht die Baulandentwicklung Kirschberg – damit ist die landwirtschaftliche Fläche in der Verlängerung der Straßen Kirschenstraße und Apfelstraße gemeint – wie bereits in der heutigen Sitzung des SUB auf der Tagesordnung des HFA. Des Weiteren werden sich die Ausschussmitglieder mit der Satzung zur Aufhebung der Satzung der Gemeinde Gorxheimertal über die Erhebung von Straßenbeiträgen beschäftigen.
Einsicht in die Unterlagen der Sitzungen der gemeindlichen Gremien gibt es unter www.gorxheimertal.de