Das Tal denkt über Dorf-App nach
Sozial-, Umwelt- und Bauausschuss gibt der Gemeindevertretung eine einstimmige Empfehlung
Bei der Sitzung des Sozial-, Umwelt- und Bauausschusses (SUB) der Gemeinde Gorxheimertal empfahlen die Ausschussmitglieder einstimmig, die Einführung einer Dorf-App im Zuge der Neugestaltung der Homepage der Gemeinde im kommenden Jahr zu prüfen. Bei der Dorf-App handelt es sich um ein digitales Programm, mit dem beispielsweise die Bürger Nachrichten austauschen und Vereine auf ihre Veranstaltungen aufmerksam machen können. Außerdem können in eine solche App auch Angebote der Gemeinde eingepflegt werden.
Antrag der CDU-Fraktion
Die Einführung einer solchen App – der Antrag geht auf die CDU-Fraktion zurück – könnte im Zuge der für das nächste Jahr geplanten Verbesserungen der Homepage, die barrierefrei gestaltet werden soll, angegangen werden. Das berichtete Bürgermeister Uwe Spitzer im Rahmen der Ausschusssitzung aus den Gesprächen im Gemeindevorstand.
Zu einem weiteren Antrag der CDU-Fraktion, Trinkwasserbrunnen in Gorxheimertal beispielsweise an Spielplätzen, Sportstätten und weiteren öffentlichen Plätzen aufzustellen, schlossen sich die Ausschussmitglieder einstimmig der Empfehlung des Gemeindevorstands an.
Bürgermeister Spitzer hatte zuvor ausgeführt, dass das Land Hessen eine solche Maßnahme zwar mit 90 Prozent bezuschusse, jedoch bezüglich der Kostenverteilung und der Umsetzbarkeit noch Klärungsbedarf bestehe. Spitzer schlug vor, eine solche Prüfung als Zwischenschritt vorzunehmen.
Zum Thema Trinkwasserbrunnen
Das Aufstellen der Trinkwasserbrunnen werde aufgrund der zunehmenden Hitze- und Dürreperioden in Zeiten des Klimawandels gefördert. Das geht aus der Begründung des Antragstellers hervor. Der SUB empfahl außerdem einstimmig, der Planung des Umbaus des Grabfeldes A auf dem Friedhof zuzustimmen und die entsprechenden Mittel in den Haushalt einzustellen.
Der SUB empfahl des Weiteren einstimmig, eine kommunale Wärmeplanung aufstellen zu lassen. Die erforderlichen Haushaltsmittel von rund 80 000 Euro, von denen rund 72 000 Euro im Rahmen einer Förderung gegenfinanziert sind, sollen in den Haushalt des kommenden Jahres eingestellt werden. Zwar seien Kommunen mit weniger als 20 000 Einwohnern noch nicht verpflichtet, eine solche Planung durchzuführen, dennoch aber berechtigt, dies zu tun und die entsprechenden Fördermittel zu beantragen.
Die Verpflichtung von Kommunen unter 10 000 Einwohnern – zu denen auch Gorxheimertal zählt – sei in den nächsten Jahren absehbar. Bei der Planung sollen mögliche Maßnahmen zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung geprüft und in einem Konzept zusammengefasst werden. Die Gemeinde wird in dieser Frage mit der Firma E-Netz Südhessen zusammenarbeiten. Das sagte Bürgermeister Spitzer.
Der SUB empfahl zudem einstimmig, die Zuständigkeit für die Entscheidungen auch bei Ausnahmen nach dem Baugesetzbuch dem Gemeindevorstand zu übertragen. Zwar lege es der Gesetzestext nahe, dass nicht nur Befreiungen nach dem Baugesetzbuch, sondern auch die Ausnahmen nacheben diesen beim Gemeindevorstand liegen. Im Zuge der Beratungen zum Bebauungsplan „Am Wiegert“ habe sich diese Frage konkretisiert und solle durch den Beschluss abschließend geklärt werden. Das erläuterte Bürgermeister Spitzer. uf