Reparaturtermin für Fahrstuhl am Windeckplatz steht fest
Die Stadt Weinheim und der Fahrstuhlhersteller OTIS ziehen jetzt an einem Strang, damit die barrierefreie Verbindung zwischen Schlossberg und Fußgängerzone wieder möglich wird.
Das dürfte bei vielen Anwohnern der Schlossberg-Bebauung, die auf einen barrierefreien Zugang zur Fußgängerzone angewiesen sind, für Aufatmen sorgen: In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Stadt Weinheim und der Aufzughersteller OTIS jetzt versprochen, dass die Reparatur des Fahrstuhls am Windeckplatz in der Woche vom 5. August startet. Bis zum Beginn der Weinheimer Kerwe soll der alte Aufzug demontiert werden, damit während des Volksfestes eine wirkungsvolle Absicherung der Baustelle möglich sei. "Nach der Kerwe erfolgt der Einbau des neuen Fahrstuhls. Inklusive Probebetrieb und TÜV-Abnahme werden bis zur Inbetriebnahme vier bis sechs Wochen angesetzt", heißt es wörtlich in der Mitteilung.
Demontage und Montage würden über die Hauptstraße erfolgen, da ansonsten kein direkter Zugang zum Fahrstuhl gewährleistet sei. Darauf habe man sich jetzt bei einem gemeinsamen Ortstermin verständigt. Das bedeutet im Klartext: Mitte September sollte der Fahrstuhl dann endlich wieder fahren.
"Stadt und OTIS entschuldigten sich gemeinsam bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern", heißt es weiter in der Mitteilung. Diese hatten vergangene Woche ihren Protest öffentlich gemacht. Wegen der aktuellen Lieferzeiten von Bauteilen sei ein Abschluss der Arbeiten im Werk aber nicht schneller machbar gewesen, werben die Verantwortlichen um Verständnis. Gleichzeitig wies das Unternehmen darauf hin, dass man sich gemeinsam entschieden habe, statt einer Reparatur aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit einen neuen Aufzug einzubauen. Die Maße der neuen Anlage hätten aber im Werk speziell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen, was unter anderem die längere Lieferzeit zur Folge gehabt habe.
Die Stadt Weinheim erinnerte noch einmal daran, dass die Beschädigung bei einer Notöffnung durch die Feuerwehr entstanden war, "um eine lebensbedrohliche Situation abzuwenden". Schon zuvor sei aber der technische Zustand des Aufzugs wegen einiger Vandalismusfälle nicht mehr gut gewesen. Daher nutze man die Gelegenheit, eine robustere Ausführung einzubauen – so würden beispielsweise widerstandsfähigere Materialen für Türen, Boden und Wände verwendet sowie Bedienelemente aus Edelstahl verbaut. Für die Wiederherstellung des Aufzugs rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro.