Fußball

Büsra Kuru muss weiter um die EM-Qualifikation bangen

Die türkische Frauen-Nationalmannschaft um die 22 Jahre alte Weinheimerin unterliegt überraschend mit 0:1 in Aserbaidschan.

Büsra Kuru muss mit der türkischen Nationalmannschaft weiter um die EM-Qualifikation bangen. Foto: Privat
Büsra Kuru muss mit der türkischen Nationalmannschaft weiter um die EM-Qualifikation bangen.

Die türkischen Fußball-Frauen haben in Aserbaidschan die vorzeitige Qualifikation für die EM-Play-off-Spiele verpasst. In Aserbaidschan unterlag die Mannschaft, in deren Aufgebot auch die Lützelsachsenerin Büsra Kuru steht, in der 89. Minute noch mit 0:1.

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Bei einem Sieg hätten sich die Türkinnen in ihrer B-Gruppe schon auf die nach der Gruppenphase anstehenden Play-off-Spiele einstellen können. Als Tabellenzweiter hinter des bereits qualifizierten EM-Gastgebers Schweiz müssen sie vor den abschließenden Spielen gegen die Schweiz (12. Juli) und in Ungarn (16. Juli) nun noch einmal bangen. Die Türkei weist in der Tabelle sechs Punkte auf, Ungarn, das am Dienstag überraschend gegen die Schweiz gewann, und Schlusslicht Aserbaidschan jeweils vier.

Komplizierter Modus

Der Qualifikationsmodus ist kompliziert. 51 der 54 UEFA-Frauenteams spielen um 16 EM-Tickets. In Anlehnung an das Nations-League-Ranking wurden sie auf die Ligen A, B und C aufgeteilt. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten in den vier A-Ligen qualifizieren sich direkt. Mit Gastgeber Schweiz sind damit neun Plätze vergeben.

Die restlichen sieben Teilnehmer-Nationen werden in zwei Play-off-Runden ermittelt: Die A-Liga-Dritten und -Vierten spielen gegen die fünf Gruppensieger und drei besten Gruppenzweiten der Liga C.

Türkei darf nicht Letzter werden

Außerdem messen sich die vier Gruppensieger und zwei besten Gruppenzweiten der Liga B mit den zwei verbleibenden Gruppenzweiten und den vier Gruppendritten der B-Liga. Die acht Sieger des ersten und die sechs des zweiten Pfades spielen in sieben K.o.-Partien der zwei Runde die endgültigen EM-Tickets aus. „Die Enttäuschung darüber, dass wir den Sack in Aserbaidschan nicht schon zumachen konnten, ist natürlich sehr groß“, sagt Büsra Kuru. „Mit dieser Niederlage haben wir nicht gerechnet. Umso ärgerlicher, weil wir mit einem Sieg durch die Niederlage der Schweiz sogar um den ersten Tabellenplatz hätten spielen können.“

Platz eins in den B-Ligen bedeutet den Aufstieg in die A-Ligen der Nations League. Die Gruppenletzten der B-Ligen sowie die beiden Letzten der C-Ligen haben keine Chance mehr auf das Erreichen der EM-Play-offs.

Kurus Zukunft ist offen

Wie es für Büsra Kuru, die gegen Aserbaidschan keine Einsatzzeit erhielt, auf Vereinsebene weitergeht, will die 22-Jährige bis Ende des Monats entscheiden. „Mein Vertrag in Sand ist ausgelaufen. Ob ich dort bleibe, in Deutschland wechsle oder ins Ausland gehe – aktuell ist alles offen. Meine volle Konzentration gilt gerade der Nationalmannschaft“, sagt die Psychologie-Studentin.