S3L-Frauen auf dem Weg zurück zur Normalität
Stehvermögen am Ende entscheidet ein schwieriges Spiel gegen den TSV Handschuhsheim. Die Verbandsliga-Führung ist trotzdem futsch
Großsachsen. Spiel 1 nach dem Rauswurf von Trainer Steffen Piffkowski. In einem engen Match gegen den TSV Handschuhsheim setzten sich die Verbandsliga-Handballerinnen von Saase3Leutershausen mit 31:28 (17:14) durch, mussten aber die Tabellenspitze wieder an den aktuell punktgleichen HC Mannheim-Vogelstang abgeben. Vor 50 Zuschauern in der Sachsenhalle zeigte die Mannschaft von Interimstrainerin Lisa Stein dabei Moral und drehte den 27:28-Rückstand in den letzten fünf Minuten noch zum 31:28.
„Das Spiel kann man wohl unter ‚ausbaufähig‘ zusammenfassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir gegen die deutlich aggressivere Handschuhsheimer Abwehr maximale Probleme und haben unsere Struktur verloren. Für die nächsten beiden Wochen haben wir nun Hausaufgaben“, sagte Lisa Stein. Und die müssen die S3L-Akteure erfüllen, wenn sie dann gegen Rintheim bestehen wollen.
Zwar lagen die Gastgeberinnen von Beginn an in Führung, doch der Tabellenfünfte blieb beim 3:2 und 7:7 dran, kam vor allem über die Außen und per Siebenmeter (7/6) zu einfachen Torerfolgen. Lisa Stein nahm die Auszeit und der Angriff agierte fortan kontrollierter und spielfreudiger, was zum 12:7 führte. In der Abwehr schalteten Pia Heinemann und Lena Eigendorf im Abwehrzentrum flankiert von Annkathrin Schott und Lina Pauli den Handschuhsheimer Rückraum nahezu aus. Das 17:13 zur Pause entsprach dem Spielverlauf.
Ganz schwacher Start nach der Pause
Bei Wiederanpfiff waren die Gastgeberinnen offenbar noch in der Kabine: Fünf Minuten dauerte es, bis Stein beim 17:17 die zweite Auszeit nehmen musste. Das Torhüterduell ging auch in der Folge klar an Handschuhsheim und Marie-Christin Burggraf, von den Außenpositionen klingelte es bei fast jedem Handschuhsheimer Wurf im S3L-Gehäuse. Auf 13 Tore kamen die Flügelspielerinnen der Gäste insgesamt. Beim 21:23 (43.) durch TSV-Rechtsaußen Theresa Schlicksupp sah es nicht allzu gut aus für S3L, doch die Mannschaft zog sich selbst aus dem Sumpf.
Maren Röllinghoff verwandelte einen Siebenmeter, nutzte einen der 22 Handschuhsheimer Ballverluste zum Gegenstoßpass und Sophie Pfenning verwandelte zum 23:23. Weil auch S3L 17 Ballverluste hatte, kam jedoch keine Ruhe ins Spiel. Am Ende waren es die Entschlossenheit von Ronja Habermaier (Archivbild: Sascha Lotz) und die individuelle Klasse von Röllinghoff, die – gepaart mit einer 5:1-Abwehrvariante – doch noch zum Heimsieg führten. AT
S3L: Schmitt, Schaaf (30. - 42.); Röllinghoff (9/4), Schott (1), Heinemann (5), Pauli (1), Eigendorf (2), Reisig (3), Müller (2), Habermaier (4), Pfenning (2), Rahn (2).