Handball

S3L-Siegesserie reißt im Spitzenspiel

Die Frauen verlieren ihre verbandsliga-Führung. Die Drittliga-Herren haben beim Spitzenreiter in Krefeld keine Chance und verlieren einen weiteren Spieler

Auch zehn Tore von Maren Röllinghoff konnten die erste Saisonniederlage der S3L-Ladies nicht verhindern. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Auch zehn Tore von Maren Röllinghoff konnten die erste Saisonniederlage der S3L-Ladies nicht verhindern.

Im Spitzenspiel der beiden bis dahin ungeschlagenen Mannschaften S3L und St. Leon/Reilingen II musste die Bergsträßer Spielgemeinschaft in der heimischen Sachsenhalle mit dem 27:33 die erste Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft startete vor gut besuchter Kulisse, jedoch ohne ihren Trainer, Steffen Piffkowski, der krankheitsbedingt ausfiel, zunächst gut. Nach der frühen Gästeführung erkämpften sich die S3L-Drauen den Ausgleich (5.). Ab der 8. Minute ging man in Führung, verspielte allerdings bis kurz vor der Halbzeit den aufgebauten Vorsprung von drei Toren und ging beim 17:19 in die Pause. Trotz der guten Einstellung durch Interimstrainerin Lisa Stein in der Pause startete die Mannschaft der S3L schlecht in die zweite Halbzeit und ließ die Gegner bis auf sieben Tore davonziehen. Starke Nerven bewies Maren Röllinghoff vom Siebenmeterpunkt. Sie war bei sieben von acht Strafwürfen erfolgreich. Auch Ronja Habermaier und Pia Heinemann hatten einen starken Tag und trugen mit sieben beziehungsweise vier Treffern dazu bei, dass der Rückstand nicht noch größer wurde.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Dem Vorsprung der Gäste lief man allerdings die komplette zweite Halbzeit hinterher. Leider bekam die S3L den gegnerischen Rückraum nicht in den Griff, selbst als Melissa Engeln in der 51. Minute mit „Rot“ vom Platz gehen musste. Auch wenn sich die Gastgeberinnen in der 53. Minute bis auf drei Tore herangekämpft hatten, ließen sich die Gegner nicht beirren und gewannen die Partie mit sechs Toren Differenz zum Endstand von 27:33.

Nun heißt es: Krone richten und mit Kampfeswille das nächste Spiel am kommenden Sonntag im nahe gelegenen Handschuhsheim anzugehen. Anpfiff im Sportzentrum Nord ist um 17 Uhr. spf

S3L: Dörr, Schmitt, Schott (1), Heinemann (4), Pauli (1), Eigendorf (3), Müller, Steitz, Pavic, Habermaier (7), Röllinghoff (10), Pfenning, Tabery, Rahn (1).

Herren in Krefeld chancenlos

Keine Chance hatten die Drittliga-Handballer der S3L bei ihrer 24:37-(10:19)-Niederlage bei Spitzenreiter HSG Krefeld Niederrhein. Im „Wohnzimmer“ des Tabellenersten, in der Glockenspitzhalle, hatten sich über 1000 begeisterte Krefelder Fans eingefunden, die ihre Mannschaft immer wieder nach vorne peitschten. Doch minus 13 Treffer? Das ist einfach zu viel, meinte auch S3L-Trainer Thorsten Schmid. „Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht.“

Fabian Schwarzer und Hannes Weindl lassen den Krefelder Lukas Siegler passieren. Adis Lacic im S3L-Tor ist auf sich alleine gestellt. Foto: Ralf Schmitt
Fabian Schwarzer und Hannes Weindl lassen den Krefelder Lukas Siegler passieren. Adis Lacic im S3L-Tor ist auf sich alleine gestellt.

Nach den ersten 15 Minuten riss bei den Gästen der Faden. Mit neun Toren Rückstand ging es bereits in die Pause und spätestens Mitte der zweiten Halbzeit lief gar nichts mehr zusammen. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, im Angriff und in der Abwehr.“ Die Chancenverwertung war ebenso ein Manko wie der Personalstand. Tim Götz fehlte aufgrund seiner Blutplasma-Spende, das raubte Alternativen. „Hannes Weindl hat seine Sache sehr gut gemacht und vier wichtige Tore erzielt“, lobte Schmid aber seinen Vertreter.

Zum verlorenen Spiel kam dann aber noch ein weiterer Verletzter: Tim Burkard zog sich in den letzten Minuten eine Oberschenkelverletzung zu. Möglicherweise ein Muskelfaserriss, der eine wochenlange Zwangspause nach sich zieht. „Es ist einfach wie verhext“, kommentierte Schmid die Verletzungsmisere. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gibt sich der Trainer dennoch kämpferisch: „Wir müssen das Spiel in der eigenen Halle unbedingt gewinnen und wirklich alles reinhauen.“ Zumal mit Haßloch ein Derby ins Haus steht. „Das ist auch eine Mannschaft, die uns Probleme machen könnte“, räumt der Coach ein. Haßloch liegt in der 3. Liga auf dem neunten (7:7), die S3L nach wie vor auf dem vierten Platz (10:6). feh

S3L: Lacic, Ullrich; Mastrocola (3), Schreiber (2), Schetters (1), Seitz, Meddeb (8), Krämer (2), Schwarzer, Spilger, Weindl (4), Burkard (2), Kessler (2).