TTC 46 Weinheim: Frühstart ins neue Jahr
Die Bundesliga-Damen aus der Zweiburgenstadt kämpfen am Wochenende in Sinzheim um die deutsche Pokalmeisterschaft – und zählen dabei zum engeren Favoritenkreis.
Mit einem fulminanten 6:1-Sieg gegen Serienmeister ttc berlin eastside beendeten die Bundesliga-Damen des TTC 46 Weinheim kurz vor Weihnachten ein ausgesprochen erfolgreiches Kalenderjahr 2024. Der erneuten Vizemeisterschaft im ersten Halbjahr ließen die neu formierten Weinheimerinnen in der zweiten Jahreshälfte die überlegene Herbstmeisterschaft folgen.
Und nur zwei Wochen nach dem Gewinn des „Titels ohne Wert“ (Trainer Rainer Schmidt) könnte nun auch echte Silberware in den Trophäenschrank des TTC 46 wandern. Wenn die besten Mannschaften aus den deutschen Top-Ligen in Sinzheim in der Nähe von Baden-Baden am Wochenende den Deutschen Pokalsieger ermitteln, zählen die Weinheimerinnen als souveräner Tabellenführer der 1. Bundesliga nämlich zweifellos zum engeren Favoritenkreis – wie der Titelverteidiger ttc berlin eastside, der SV-DJK Kolbermoor um Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann, der TSV Dachau oder der TSV Langstadt.
Sofern beide Teams die Vorrunde am Samstag, 4. Januar, überstehen und ins „Final Four“ am Sonntag, 5. Januar, einziehen, könnte es für den TTC 46 Weinheim also auch zu einem frühen Wiedersehen mit den Hauptstädterinnen kommen.
Kommt Berlin diesmal in Bestbesetzung?
Ähnlich einseitig wie am 20. Dezember dürfte dieses Duell dann aber wohl nicht verlaufen. Der Fokus des ttc eastside liegt in dieser Saison schließlich auf der Champions League, wo mindestens das Halbfinale erreicht werden soll, sowie der besagten Pokalmeisterschaft am ersten Wochenende des noch jungen Jahres 2025. Es ist deshalb davon auszugehen, dass in Sinzheim auch die erfahrenen Berliner Topspielerinnen Nina Mittelham, Shan Xiaona oder He Zhuojia dabei sein werden.
Livestream
- An beiden Turniertagen sind je zwei Tische im Livestream über den Youtube-Kanal des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) zu sehen – darunter auch die beiden Vorrundenspiele des TTC 46 gegen Schönmünzach (11 Uhr) und Bingen (13.30 oder 16 Uhr), beide Halbfinals sowie das Endspiel am Sonntag, 5. Januar, das gegen 14 Uhr beginnen soll.
Beim jüngsten Duell in der Halle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums lag das Durchschnittsalter der Berliner Nachwuchs-Auswahl um die 18 Jahre alte Junioren-Europameisterin Mia Griesel bei gerade einmal 15 Jahren.
Machbare Vorrundengruppe
Der Modus führt das Team des TTC 46 in Gruppe A um 11 Uhr zunächst gegen den SSV Schönmünzach. Der Tabellenführer der 1. Liga trifft also auf das Schlusslicht des Unterhauses. Ab 13.30 Uhr spielt Bundesligist TTG Bingen/Münster-Sarmsheim dann gegen den Verlierer des vorigen Spiels, ehe Bingen ab 16 Uhr zum Vorrundenabschluss auf den Sieger der ersten Partie trifft.
Der Papierform nach sollte diese Gruppe für die Bergsträßerinnen lösbar sein, mit Nationalspielerin Yuan Wan, Hsien-Tzu Cheng und Ece Harac kann Trainer Rainer Schmidt zudem ein starkes Trio an die Platten schicken.
Ein Favorit muss früh wieder gehen
Fest steht dagegen schon jetzt, dass ein Favorit bereits am frühen Samstagabend die Koffer packen muss. In Gruppe B kommt es nämlich zum brisanten Vergleich zwischen dem TSV Dachau und dem TSV Langstadt, die sich unlängst in der Bundesliga noch ein Marathon-Duell über 248 Minuten geliefert hatten. Als drittes Team wurde die SU Neckarsulm in diese Gruppe gelost.
Der ttc berlin eastside trifft in Gruppe C auf den ESV Weil und den TuS Fürstenfeldbruck, Kolbermoor hat es in Gruppe D mit zwei Drittligisten zu tun – der DJK SB Stuttgart und dem SV/DJK Holzbüttgen.
Nur die vier Gruppensieger qualifizieren sich für das Finalturnier, das nach der kurzen Weihnachtspause dann eine erste Standortbestimmung für die zweite Saisonhälfte sein wird. Die Halbfinal-Paarungen werden unmittelbar nach Abschluss der Vorrunde ausgelost.
In der Liga ist der TTC 46 wieder am 18. und 19. Januar gefordert – die Gegner heißen dann TSV Dachau (zu Hause) und ESV Weil (auswärts).